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„Who killed Walter Benjamin“ im Babylon Mitte

Who killed Walter Benjamin?

Wie viele andere Intellektuelle und Künstler auch, musste Walter Benjamin als Jude im zweiten Weltkrieg vor den Nazis fliehen. In seinem verzweifelten Versuch zu entkommen, überquerte der Philosoph im Jahre 1940 die Pyrenäen und gelangte schließlich an die französisch-spanische Grenze. Eine plötzliche Änderung des spanischen Einreisegesetzes verhinderte jedoch seine Einreise auf die iberische Halbinsel und so sah Benjamin sich gezwungen, in der Nacht vom 25. auf den 26. September 1940 in Portbou unter Polizeiaufsicht zu übernachten. Am nächsten Tag sollte er zurück nach Frankreich gebracht werden.
Doch bevor dies geschah, starb Walter Benjamin. Seine Familie geht aufgrund der bevorstehenden Deportation von einem Selbstmord aus, auch wenn der medizinische Bericht von einem natürlichen Tod spricht. Walter Benjamin wird schließlich unter falschem Namen beerdigt.
Der Film von David Mauas geht der Frage über die wahren Umstände von Walter Benjamins Tod nach. Wie und warum starb der Philosoph? Wussten die spanischen Behörden überhaupt, mit welcher Persönlichkeit sie es zu tun hatten?
Auf seiner Suche nach Antworten trifft Regisseur Mauas auf eine Grenzstadt, die nicht nur durch Walter Benjamins Tod zu einem Tatort geworden ist.
Die Dokumentation feiert im Babylon Mitte ihre Berlin-Premiere. Der Film wird im Original mit englischen Untertiteln gezeigt. Regisseur David Mauas ist persönlich anwesend.

Quiйn matу a Walter Benjamin (Who killed Walter Benjamin), Spanien/Niederlande/Deutschland 2005, 73 Minuten, Regie: David Mauas, OmeU

Berlin-Premiere, Babylon Mitte, Mo 28.6., 20 Uhr

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