Fantasyfilm

„Wildhexe“ im Kino

Der dänische Jugend-Fantasyfilm ist in den Passagen der Auseinandersetzung mit den finsteren Kräften gruselig und geheimnisvoll in Szene gesetzt

Good Company Films/ Tine Harden

Clara (Gerda Lie Kaas) ist zwölf Jahre alt und wäre gern wie all die anderen Mädchen. Doch plötzlich bemerkt sie an sich selbst seltsame Fähigkeiten: einen geschärften Geruchsinn etwa oder auch die Befähigung, zu verstehen, was Tiere den Menschen mitteilen wollen. Die Sache klärt sich wenig später, als Claras Mutter ihr die Tante Isa (Sonja Richter) vorstellt, von deren Existenz sie bislang gar keine Ahnung hatte: Isa ist eine im Wald lebende Wildhexe – und die Veranlagung dazu wird in der Familie vererbt. Widerstrebend nimmt nun auch Clara die Ausbildung zur Wildhexe auf, deren Bestimmung darin liegt, für den Einklang mit der Natur zu sorgen. Nur dumm, dass böse Mächte unbedingt das Blut einer jungen Wildhexe benötigen, um die dämonische Hexe Chimära aus ihrem eisigen Grab wiederauferstehen zu lassen.

Der dänische Jugend-Fantasyfilm beruht auf einer Buchreihe der populären Autorin Lene Kaaberbøl und ist in den Passagen der Auseinandersetzung mit den finsteren Kräften von Regisseur Kaspar Munk durchaus gruselig und geheimnisvoll in Szene gesetzt (also nichts für ganz kleine Kinder). Das ganze Öko-Getue um die Wildhexen besitzt allerdings eine reichlich esoterisch-verschwurbelte Komponente – vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass man zwölfjährige Mädchen, die mit viel Brimborium im Wald mystische Zaubersprüche murmeln, als Erwachsener nicht so richtig ernst nehmen mag. Für die avisierte Zielgruppe ist es unter Umständen genau das Richtige.

Wildhexe DK/N 2018, 90 Min., R: Kaspar Munk, D: Gerda Lie Kaas, Sonja Richter, Signe Egholm Olsen, Start: 25.10.

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