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Sci-Fi-Thriller 

Will Smith in Ang Lees neuem Actionfilm „Gemini Man“

Der Junge gegen den Alten: Die CIA lässt exzellente Agenten in Serie gehen, so dass man ganze Armeen von ihnen herstellen kann

© 2019 PARAMOUNT PICTURES. ALL RIGHTS RESERVED.

Für Henri Brogan (Will Smith) hat kürzlich das sechste Lebensjahrzehnt begonnen, aber die Hand des Auftragskillers ist ruhig, seine ­Instinkte sind scharf. Trotzdem will die CIA ihn loswerden. Brogan ist nun selbst im Visier von ­Killern. Wo auch immer er untertaucht, sofort ist wieder jemand hinter ihm her, bis er schließlich auf einen Gegner trifft, der ihm auf eine besonders fiese Weise zusetzt: Denn dieser Junior ist Brogan selbst, nur in einer verjüngten Version. Ein Klon, in den gleich eine Runderneuerung eingebaut wurde.

Die Geschichte von Ang Lees neuem Actionfilm „Gemini Man“ klingt stark nach einer Idee, die im Drehbuch überzeugend geklungen haben mag, die dann aber nicht so richtig aufgeht: dass man exzellente Agenten in Serie gehen lässt, dass man also ganze Armeen von ihnen herstellt (minus lästiger menschlicher Eigenschaften wie Alterung und moralischer Skrupel). Allerdings wird sie hier auf sehr altmodische Weise umgesetzt – mit einem langatmigen Rennen und Hauen.

Es gibt jedoch einen Grund, sich für das neueste Filmexperiment von Ang Lee zu interessieren. Der Regisseur war immer schon offen für neueste ­Technologien. Und so hat er „Gemini Man“ nun in einem 3D gedreht, das dank einer Aufnahme­geschwindigkeit von 120 Bildern pro Sekunde funda­mental verbessert wirkt. Dazu kommt die Verdoppelung von Will Smith, der aus einem ­digitalen Jungbrunnen wie eine Kopie seines ­jugendlichen Selbst herauskommt. „Gemini Man“ ist ein wichtiger Hinweis auf das Kino der Zukunft. Technik schlägt Story.

Gemini Man USA 2019, 117 Min., R: Ang Lee, D: Will Smith, Mary Elizabeth Winstead, Clive Owen, Benedict Wong, Start: 3.10.

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