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„Wir kaufen einen Zoo“ im Kino

Wir kaufen einen Zoo

Scarlett Johansson als Tierpflegerin beim Kackeschaufeln – das ist nicht unbedingt die erste Assoziation, die einem zur schönen Amerikanerin in den Kopf kommt. Doch tatsächlich muss sie dann auch gar nicht tätig werden. Denn der Zoo ist in dieser Familientragikomödie von Cameron Crowe kein realistischer Schauplatz, sondern dient lediglich als hilflose Metapher in der auf einer wahren Begebenheit beruhenden Geschichte um einen Mann (Matt Damon), der – ohne zu wissen, worauf er sich einlässt – einen Provinzzoo erheblicher Größe ersteht, weil er mit dem Krebstod seiner Frau nicht fertig wird. Aber Weglaufen zählt nicht. Bevor unser Held also der Johansson in die Arme sinkt, muss der Tod der Liebsten doch noch tränenreich verarbeitet werden: mit der Anweisung, einen altersschwachen Tiger einzuschläfern, einigen quälenden Rückblenden und einem ernsten Gespräch mit dem verstörten Sohn. Selbst gute Schauspieler, befremdliche Comedy-Einlagen und ein niedliches Kleinkind können dieses saccharinsüße Werk beim besten Willen nicht in der Balance halten – und für die Tiere interessiert sich hier sowieso niemand.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Uninteressant

Foto: 2011 Twentieth Century Fox

Orte und Zeiten: „Wir kaufen einen Zoo“ im Kino in Berlin

Wir kaufen einen Zoo (We Bought a Zoo), USA 2011; Regie: Cameron Crowe; Darsteller: Matt Damon (Benjamin Mee), Scarlett Johansson (Kelly Foster), Thomas Haden Church (Duncan Mee); 124 Minuten; FSK 0

Kinostart: 3. Mai

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