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„Words & Pictures“ im Kino

Words & Pictures

Von „Dead Poets Society“ bis zu den „History Boys“ gibt es einen eigenen Spartencharme der Filme über junge Menschen, die an Kraft und Bedeutung von Bildung glauben, klassische Poesie für lebenswichtig halten und das einschlägig vorgeprägte Publikum an den eigenen Idealismus jüngerer Jahre erinnern. Nicht zu vergessen der unkonventionelle Lehrer, der alle begeistert und anspornt. Zur einen Hälfte ist „Words & Pictures“, der von einem innerschulischen Wettstreit zwischen der Literaturklasse mit ihrem zynisch-kumpelhaften Lehrer (Clive Owen) und der Malklasse mit ihrer eigenwilligen Lehrerin (Juliette Binoche) handelt, genau ein solcher Film. Zur anderen Hälfte ist es ein Liebesfilm über zwei unglückliche Künstlernaturen (die beiden Lehrer), die jeweils auf eigene Weise schon gescheitert sind und sich einander nun zaghaft annähern. Während der Schulfilm-Anteil weit hinter den Klassikern des Genres zurückbleibt (ein paar zusammengewürfelte Zitate aus der Literaturgeschichte sind nicht der Gipfel des Bildungsideals), lässt sich der Liebesgeschichte einiges abgewinnen. Binoche und Owen haben eine gute Chemie und hauen sich lustvoll die witzigen Dialoge, die ihnen das Drehbuch liefert, um die Ohren.

Text: Catherine Newmark

Foto: Senator Filverleih

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „Words & Pictures“ im Kino in Berlin

Words & Pictures (Words and Pictures), ?USA 2013; Regie: Fred Schepisi; Darsteller: Clive Owen (Jack ?Marcus), Juliette Binoche (Dina Delsanto), Valerie Tian (Emily); 116 Minuten; FSK 0

?Kinostart: 22. Mai

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