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„World Invasion: Battle Los Angeles“ im Kino

World Invasion: Battle Los Angeles

Sie wollen uns kolonisieren, denn sie sind nur an unseren Wasservorräten interessiert. Wohl deshalb attackieren sie bei ihren weltweiten simultanen Angriffen auch nicht Berlin, sondern Hamburg. Ob es da nach dem unrühmlichen Abschied unseres Verteidigungsministers eine so schlagkräftige Truppe gäbe wie in Los Angeles? Dort spielt dieser Film, der seine Perspektive beschränkt auf einen Trupp Marines an vorderster Kampffront, sozusagen hautnah erzählt.
Entsprechend bietet der Film weniger Science Fiction als einen Kriegs- und Militärfilm: Überwiegend geht  es um Männer unter Druck, um Entscheidungen, von denen Leben und Tod abhängen – das oft genug wiederholte Motto lautet: „Rückzug? Nie und immer!“ Der Druck wird verstärkt durch die Thrillermotive: den Wettlauf gegen die Zeit, die Überraschungen, wenn man herausfindet, wozu der Gegner alles in der Lage ist – und das allmähliche Erkennen seiner Schwachpunkte. Das Aussehen der Aliens folgt eher bewährten Mustern, und die zu Beginn der Invasion vorangestellten Alltagsprobleme der Männer (bevorstehende Hochzeit, ein im Kampf getöteter Bruder, Schuldgefühle wegen vorangegangener Entscheidungen, die die eigenen Männer das Leben gekostet haben) zeichnen sich auch nicht gerade durch Originalität aus. Was bleibt, ist ein zweistündiger Adrenalinrausch, der den Zuschauer ziemlich erschlagen zurücklässt – immerhin kann man dem Film nicht vorwerfen, er würde seinem Titel nicht gerecht.

Text: Frank Arnold

tip-Bewertung: Annehmbar

Orte und Zeiten: „World Invasion: Battle Los Angeles“ im Kino in Berlin

World Invasion: Battle Los Angeles, USA 2011; Regie: Jonathan Liebesman; Darsteller: Aaron Eckhart  (Staff Sgt. Michael Nantz), Michelle Rodriguez (Tech Sgt. Elena Santos), Ramon Rodriguez (2nd Lt. William Martinez); 116 Minuten; FSK 16

Kinostart: 14. April 2011

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