Kino & Stream

„The Wrestler“ als Vorpremiere im Babylon Mitte

The WrestlerMickey Rourke spielt in dem Film von Darren Aronofsky den Wrestler Randy, the Ram. In den achtziger Jahren war dieser ein gefeierter Superstar: Die Frauen himmelten ihn an, Kinder spielten mit seinen Actionfiguren. Randy lebte für die Show und für die Anerkennung durch seine Fans.
Heute arbeitet er in einem Supermarkt, seine ruhmreiche Vergangenheit liegt weit zurück. Als er bei einem Comebackversuch nach wenigen Minuten mit einem Herzinfarkt zusammenbricht, scheint auch seine letzte Chance verpufft zu sein.
„The Wrestler “ ist eine hochkonzentrierte Adrenalinpackung, ein Knock-out-Film, der an die Grenzen geht, manchmal auch darüber hinaus. Und er ist das halsbrecherische Comeback von Mickey Rourke, mit dem keiner mehr gerechnet hatte.
Für seine Chronik eines angekündigten Todes hat Independent-Regisseur Darren Aronofsky den Goldenen Löwen in Venedig erhalten. Mindestens zur Hälfte gehört der Löwe auch Mickey Rourke. Der Star aus Filmen wie „Angel Heart“ oder „9 1/2 Wochen“, der gerne auch der „James Dean der Achtziger“ genannt wird, entblößt sich auf der Leinwand bis zur Schmerzgrenze. Er zeigt seinen muskelbepackten, alternden, traurigen Körper, mit dem er in eine letzte Schlacht zieht, und legt gleichzeitig einen herzzerreißenden Seelenstriptease hin, wie es Hollywoodstars selten tun. „The Wrestler“ ist die Rolle seines Lebens und zu Recht ist Rourke als bester Hauptdarsteller dieses Jahr für den Oscar nominiert.
Auf der Pressekonferenz in Venedig wurde er gefragt, wie er es geschafft habe, diese tiefempfundene Einsamkeit des Wrestlers zu spielen. Rourkes bittere, sarkastische Antwort: „Ich habe keine Probleme, mich so zu fühlen. In diesem Zustand lebe ich seit Jahren.“

The Wrestler, USA 2007, Vorpremiere im Babylon Mitte, Di 27.01., 21.30 Uhr.

Der Film wird im Original mit Untertiteln gezeigt.

Filmstart in Deutschland: 27. Februar 2009 

Mehr über Cookies erfahren