Kino & Stream

„Wyssozki – Danke, für mein Leben“ im Kino

Wyssozki

Er war einer der größten Stars der Sowjetunion: Wladimir Wyssozki, Schauspieler, Liedermacher und Sänger mit einer einmalig rauen, tiefen Stimme. Wirklich staatstragend war er wohl nie, seine Popularität rührte auch aus den Abgründen der menschlichen Existenz und des Alltags, die er in seinen Songs skizzierte. Die kannte er selber nur zu gut, lange rang Wyssozki mit Alkohol- und Drogensucht, bevor er 1980 im Alter 42 Jahren verstarb.
Genug Material für einen tollen Spielfilm, aber mit „Wyssozki – Danke, für mein Leben“ erweist Regisseur Pyotr Buslow dem Künstler eine eher zwiespältige Ehrung. In großen, aufwendigen Bildern erzählt die von Columbia Tri-Star koproduzierte, überlange Geschichte eine besondere Episode: 1979, auf kleiner Tournee in Usbekistan, ist der Liedermacher, gezeichnet von Drogen und mieser Gesundheit, minutenlang klinisch tot, nur hektische, verzweifelte Bemühungen seiner Freunde holen ihn ins Leben zurück.
Eingerahmt wird der Vorfall leider von teils albernen, teils pathetischen Details und der Verfolgung Wyssozkis durch den KGB. Angelegt als reine Fanveranstaltung fehlen Erklärungen und Bezugspunkte, und dass Wyssozkis Lieder und Texteinblendungen nur in Russisch angeboten werden, grenzt Wyssozki-Novizen endgültig aus.

Text: Thomas Klein

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Wyssozki – Danke, für mein Leben“ im Kino in Berlin

Wyssozki – Danke, für mein Leben (Wyssozki), Russland 2011; Regie: Pyotr Buslow; Darsteller: Oksana Akinshina, Andrej Smoljakow, Ivan Urgant; 129 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 1. Dezember

Mehr über Cookies erfahren