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„Year One“ von Harold Ramis im Kino

Regisseur Harold Ramis ist vor 16 Jahren mit „Und täglich grüßt das Murmeltier“ ein wahrer Komödienklassiker gelungen. Produzent Judd Apatow wartete in letzter Zeit immer wieder mit durchaus intelligenten Sexkomödien („Jungfrau (40), männlich, sucht …“) auf. Und auch Hauptdarsteller Jack Black amüsierte das Publikum mit den von ihm verkörperten Nerds schon so manches Mal. Nun haben sie alle zusammengearbeitet – und dabei einen ordent­lichen Griff ins Klo getan. In „Year One“ spielt Black den Steinzeit-Slacker Zed, der wie weiland Adam von der verbotenen Frucht der Erkenntnis kostet und anschließend – nicht viel klüger – gemeinsam mit seinem Kumpel Oh (Michael Cera) die frühe biblische Geschichte bereist.
Dummerweise haben die abgestandenen Witze dieser Humores­ke einen Bart wie Abraham, und von Komödien-Timing scheint hier auch niemand jemals etwas gehört zu haben. Aber vielleicht ist das alles ja auch nur ein kultu­relles Missverständnis, und der erbarmungswürdige Pipi-Kacka-Fick-Humor wird in Verbindung mit ein paar lahmen Religionswitzen im gottesfürchtigen und prüden Ame­rika als wahrer Gipfel der Subversion gesehen. Hierzulande dürfte die Komödie selbst die einzig mögliche Zielgruppe der 14-jährigen Häretiker kaum vom Hocker reißen.

Text: Lars Penning

tip-Bewertung: Uninteressant

Orte und Zeiten: „Year One“ im Kino in Berlin

Year One, USA 2009; Regie: Harold Ramis; Darsteller: Jack Black (Zed), Michael Cera (Oh), Oliver Platt (Hoher Priester); Farbe, 97 Minuten

Kinostart: 27. August

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