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„Yogi Bär“ im Kino

Yogi Bär

Seit jeher besteht Yogi Bär darauf, dass er kein Durchschnittsbär ist. Er trägt schließlich nicht nur Hut und Krawatte, sondern ist – zumindest nach eigener Aussage – auch ziemlich intelligent. So intelligent, dass sich der verfressene Tollpatsch mit seinem hüfthohen Kumpel Boo Boo immer wieder neue Möglichkeiten überlegt, den Touristen im Jellystone-Park die Picknickkörbe zu klauen – um dann wieder Ärger mit dem Ranger zu bekommen. Nachdem Yogi Bär von den 60er Jahren bis in die späten 80er animiert im Fernsehen unterwegs war, erfolgt jetzt in einer realfilmischen Reanimation der Sprung in die dritte Dimension.
Zwar wurden dabei die bekannten Yogi-Eigenarten und Rituale der Serie in die Leinwandversion übertragen. Um allerdings die Zeichentrickhäppchen auf Spielfilmlänge zu bringen, bastelte man sich eine lahme Handlung mit allzu plakativer Öko-Botschaft (Rettung des Jellystone-Parks vor der Abholzung) zusammen. Das entwickelt aber weder den Charme der flinken 60er-Jahre-Animationen der Hanna-Barbera-Studios, noch kommt der Film über eine Tollpatschigkeitsparade hinaus, die mit ihren kreuzbraven Gags jenseits des Kinderpublikums kaum für große Heiterkeitsanfälle sorgen wird.

Text: Sascha Rettig

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Yogi Bär“ im Kino in Berlin

Yogi Bär (Yogi Bear 3D), USA/Neuseeland 2010; Regie: Eric Brevig; Darsteller: Anna Faris (Rachel), Tom Cavanagh (Ranger Smith), T.J. Miller (Ranger Jones); 80 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 23. Dezember

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