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„Z32“ und Film-Diskussion im Arsenal

Z32

Avi Mograbi ist gerade als DAAD-Stipendiat in der Stadt. Er ist Israeli und kritisiert in seinen Filmen die israelische Palästinenserpolitik scharf. Er ist Dokumentarfilmer, misstraut aber dem Schein des Objektiven. So kommt es, dass er in seinen Filmen anwesend ist. In früheren Filmen ist das oft komisch, in „Z 32“ eher verzweifelt. Ein sehr netter israelischer Soldat bekennt hier seine Mordtaten im Dienst der Armee. Im Dialog mit seiner Freundin, dann direkt in die Kamera. Der Mann trägt wechselnde, digital ins Bild gezeichnete Masken, was umso unheimlicher ist, je weniger man sie als solche erkennt. Avi Mograbi singt dazu Kommentare mit Klavier und Kammerorchester. Das Banale des Bösen wird in „Z 32“ gerade im Verfremdungseffekt fassbar.

Text: Ekkehard Knörer

Z 32, Israel/Frankreich 2008; Regie: Avi Mograbi, 81 Minuten; Arsenal, Do 5.5., 20 Uhr (OmE); im Anschluss Diskussion mit Avi Mograbi

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