Psychothriller

„Zazy“ im Kino

Zazy (Ruby O. Fee) steckt in einer langweiligen Schneiderlehre fest und sehnt sich nach dem Showbusiness

gilles mann filmproduktion/ Ralf M. Mendle

Als ihr Chef ums Leben kommt, wittert sie die Chance: Sie weiß, welche Kundin ihn bei dem todbringenden Ausflug begleitet hat und erpresst die ältere Frau. Angestachelt durch ihren Freund Tomek (Paul Boche), wird Zazy immer kaltblütiger. Die Handlung ist vorhersehbar, offen ist nur, wie weit Zazys Brutalisierung gehen wird.
Dass die Welt moralisch aus den Fugen ist, zeigt Regisseur M.X. Oberg von Anfang an mit ungewöhnlichen Kameraperspektiven. Den Zuschauer bringt der Film in eine seltsame emotionale Lage: Man schaut ratlos dem sadistischen Spiel zu, ohne wirklich ­hineingezogen zu werden. Die Figuren sind so kaltherzig und eindimensional gezeichnet, dass keine echte Sympathie aufkommt.

Zazy D 2016, 98 min, R: M. X. Oberg, D: Ruby O. Fee, Paul Boche, Petra van de Voort, Start: 30.3.

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