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„The Zero Theorem“ im Kino

The Zero Theorem

Seine Bilder sind bunt und eigenwillig, sein Tonfall ironisch und antiautoritär – es gibt viele Gründe, Terry Gilliam zu mögen. Aber Gilliam – ehemaliges Monty-?Python-Mitglied – steht auch für furioses Scheitern, für Filme, die er nicht realisieren konnte oder nicht wie geplant. Das Problem ist dabei vielleicht doch nicht die Einmischung spießiger Geldgeber, sondern der Regisseur selbst.
Denn auch „The Zero Theorem“ zeigt Gilliams Schwächen. Die in einer nahen Zukunft spielende Geschichte eines neurotischen Programmierers (mit Glatze und Bauch: Christoph Waltz), der einerseits für seinen Arbeitgeber die Weltformel des Titels ermitteln soll, andererseits auf „den Anruf“ wartet, der seinem Leben Sinn geben soll, steckt voller toller Ideen. Doch die bleiben halb durchdachte Skizzen. Gilliams holprige Dramaturgie interessiert sich weniger für klare Aussagen als für amüsante oder hintersinnige Schlaglichter, aus denen eben insgesamt kein richtiger Film wird.  

Text: Thomas Klein

Foto: Concorde Filmverleih

Orte und Zeiten: The Zero Theorem

The Zero Theorem Rumänien/GB/F 2013; Regie: Terry Gilliam; Darsteller: David Thewlis (Joby), Christoph Waltz (Qohen Leth), Mйlanie Thierry (Bainsley); 107 Minuten

Kinostart: 27. November 2014

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