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„Zoomania“ im Kino

Wohin mag die Reise für die verschwisterten Animationsstudios von Disney und Pixar ­gehen? Bescheinigt man Pixar gerade die Rückkehr des alten Schwungs, legen die Trickfilmer den konventionellen Dinosaurierfilm „Arlo & Spot“ nach. Und kaum hält man Disney die Lustlosigkeit irgendeines Prinzessinnenspektakels vor, überzeugt das Studio mit einem amüsanten Originalstoff wie „Zoomania“ um eine spektakuläre Großstadt voller vermenschlichter Tiere, in der Pflanzenfresser und Jäger friedlich miteinander leben.
Die Großstadt ist auch der Traum der ambitionierten jungen Häsin Judy Hopps, ihres Zeichens Landei und hervorragende Absolventin einer Polizeischule, die sich alsbald inmitten eines Kriminalfalls um verschwundene Raubtiere befindet, die scheinbar ihre zivilisierte Seite verloren haben. Dass sie dabei zwangsweise mit dem Fuchs und Kleinganoven Nick Wilde zusammenarbeiten muss, macht es nicht leichter.
Für ihre zoologische Utopie bedienen sich die Regisseure Byron Howard („Rapunzel – Neu verföhnt“) und Rich Moore („Ralph reicht’s“) verschiedenster Genres, die hier mit Verve und Pep persifliert werden: Von Gangster- und Mafiageschichten bis Korruptionsdrama und Buddy-Movie ist alles dabei, was der Großstadtfilm zu bieten hat. Die Gags zünden, die Hauptfiguren versprühen lässigen Charme, und auch das lustige Design der ­Lebensräume in der Metropole stimmt.

Text: Lars Penning

Foto: 2016 Disney

Orte und Zeiten: Zoomania

Zoomania USA 2016, 108 Min., R: Byron Howard, Rich Moore

Kinostart: Do, 3. März 2016

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