Tragikomödie

„Zu guter Letzt“ im Kino

Harriet Lauler (Shirley MacLaine) ist eine Businessfrau im Ruhestand, reich, einsam und gesundheitlich angeschlagen
Foto: TobisFilm

Die Kon­trollfanatikerin beauftragt die junge Nachrufschreiberin Anne (Amanda Seyfried), unter ihrer Aufsicht für ihren Nachruhm zu sorgen. Annes Problem: Ausnahmslos niemand sagt etwas Nettes über Harriet. Für einen posi­tiven Nachruf muss ­einiges in Ordnung gebracht ­werden, etwa das zerrüttete Verhältnis zu ihrer Tochter.
Aus dieser Konstellation entwickelt sich eine Freundschaftsgeschichte, die den anfangs klischeehaft angelegten Figuren zunehmend mehr Facetten gibt und Raum zur Entwicklung erlaubt. Die Persönlichkeit der als Furie eingeführten Harriet wird verständlicher, je mehr man aus ihrem Leben erfährt, dass sie aus den geschlagenen Schlachten Verletzungen davongetragen hat. Anne selbst hingegen traut sich nicht, ihr Leben in die Hand zu nehmen.
Zwei vielschichtige Frauenfiguren, die aus dem Hollywood-Einheitsbrei herausragen. Aber wie die beiden sich gegenseitig beeinflussen und was sie auf dem Weg ­erleben, ist vorhersehbar und letztlich altbekannt.

The Last Word (OT) USA 2017, 108 min, R: Mark Pellington, D: Shirley MacLaine, Amanda Seyfried, Anne Heche, Start: 13.4.

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