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„Zulu“ im Kino

Zulu

„Die Vergangenheit ist die Vergangenheit“, sagt Forest Whitaker als Ermittler in „Zulu“. „Wir wollen doch zusammenleben.“ Doch das ist längst nicht so simpel, denn die Vergangenheit Südafrikas bebt nach bis in die Gegenwart. Es beginnt mit dem brutalen Mord an einer jungen Frau und führt schließlich zurück in die Zeit des Apartheid-Regimes. Zwischen Townships und Gated Communitys nimmt ein Team die Spur auf, wobei zwei Ermittler im Mittelpunkt stehen: Whitaker als Arbeitstier Ali, der seit seiner Kindheit ein schweres Trauma mit sich herumträgt, und Orlando Bloom ganz ungewohnt besetzt als stereotyper Strauchelcop mit ständig wechselnden Bettgeschichten, dessen Privatleben in Trümmern liegt.
Im Zuge der gefährlichen Ermittlungen manövriert „Zulu“ mit deutlich erhöhtem Härtegrad, wobei der Film eine zerrissene Gesellschaft zeigt, in der Gewalt, Drogen und Rassismus präsent sind. Dabei wird weder Alis Trauma tiefer ergründet, noch werden die spannenden Ansätze der – durch einige Nebenschauplätze etwas zerfasernden, insgesamt aber sehr spannenden – Handlung genutzt, um ein komplexeres Gesellschaftsbild zu entwerfen.

Text: Sascha Rettig

Foto: Melanie Cleary / Marctropolis

tip-Bewertung: Zwiespältig

Orte und Zeiten: „Zulu“ im Kino in Berlin

Zulu, ?Frankreich/Südafrika 2013; Regie: Jйrфme Salle; Darsteller: Orlando Bloom (Brian Epkeen), Forest Whitaker (Ali Sokhela), Conrad Kemp (Dan Fletcher); 110 Minuten; FSK k. A.

Kinostart: 8. Mai

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