Nachruf

Zum Tod von Manfred Krug

„Mit Dir würde ich mir sogar einen DEFA-Film ansehen“

Foto: Manfred Krug in "Liebling Kreuzberg"
Foto: Manfred Krug in „Liebling Kreuzberg“

Von wegen Ossi: Geboren wurde Manfred Krug 1937 in Duisburg und gelangte erst 1949 mit seinem Vater in die ganz junge DDR. 1957 startete der junge Manfred seine Schauspielkarriere, es folgten Hits wie „Fünf Patronenhülsen“ (1960) und der kurz nach der Premiere verbotene „Spur der Steine“ (1966), in dem Krug als Brigadeleiter Hannes Balla jenen legendären, hier als Titelzeile benutzten Anmach-Spruch tat. 1977 dann die Übersiedlung in den Westen, Publikumsliebling mit Serien wie „Auf Achse“, „Liebling Kreuzberg“ und als „Tatort-Kommissar“, nebenbei über Jahrzehnte erfolgreicher Jazzsänger.

Viele mochten an Krug stets das Bodenständige, das Unverkrampfte, das Ehrliche. Und streitbar war er. Das konnten zum Beispiel die Filmjournalisten bei der Pressekonferenz zum Berlinale-Wettbewerbsbeitrag „Der Blaue“ im Jahr 1994 miterleben, als Krug ob der kritischen Töne zum Film komplett ausrastete. Nun ist Manfred Krug im Alter von 79 Jahren in Berlin gestorben. Er wird eine große Lücke hinterlassen.

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