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Zur Person: Zach Galifianakis

Zach Galifianakis in

Zach wer? Bei der Aufzeichnung einer Live-DVD im legendären Purple Onion Club in San Francisco begrüßte Zach Galifianakis sein Publikum mit den Worten: „Hallo, mein Name ist Zach Galifianakis. Ich hoffe, ich spreche das richtig aus.“ 
Der Komiker mit dem unaussprechlichen Namen und dem markanten Bart wuchs als Enkel kretischer Einwanderer und Sohn eines Tankstellenbesitzers in einer 3000-Seelen-Gemeinde in North Carolina auf. Schon als Junge verkleidete er sich zur Erheiterung seiner Familie gerne als Ayatollah. Nachdem er die Abschlussprüfung am College vergeigt hatte, zog er Anfang der 90er-Jahre nach New York und lebte dort ohne Ziel und Plan, bis ihn eine Frau auf die Idee bracht, es mit Stand-up-Comedy zu versuchen. Sein Erweckungserlebnis hatte er bei seinem ersten Auftritt im Hinterzimmer eines Burgerrestaurants am Times Square: „In diesem Moment wusste ich, was ich für den Rest meines Lebens tun würde.“
Galifianakis gehört zu den eigenwilligsten Vertretern seines Fachs. Auf der Bühne entwickelte er einen Stil, der es weniger auf klassische Pointen anlegt als auf Überraschungsmomente: von der peinlichen Pause über das Pianosolo bis hin zur Publikumsbeschimpfung. Mit seiner Interviewreihe „Between Two Ferns“ auf dem Comedy-Portal Funny Or Die, in der er Stars wie Natalie Portman, Jon Hamm oder Bruce Willis unangenehme Fragen stellt („Mr. Willis, lesen Sie eigentlich die Tweets von Ashton Kutcher?“), wurde er auch international zur Kultfigur. Nach etlichen TV-Shows und diversen kleineren Filmrollen erlebte er seinen Durchbruch als Schauspieler als Alan Garner in „Hangover“. Seither hat er denkwürdige Auftritte in „Dinner für Spinner“ (Szenenfoto) und der HBO-Serie „Bored to Death“ absolviert, aber auch ernste Rollen in Filmen wie „Up in the Air“ und „It’s Kind of a Funny Story“ übernommen. Seine Figuren sind meist eher sonderbar als sympathisch, aber immer unberechenbar.
Galifianakis zählt inzwischen zu den Großverdienern der Filmbranche. Laut IMDB erhielt er für seine Rolle in „Hangover 2“ eine Gage von fünf Millionen Dollar.  Für ihn jedoch kein Grund, größenwahnsinnig zu werden: „Es geht im Leben um mehr, als Schauspieler in einem Hollywood-Film zu sein.“

Text: Heiko Zwirner

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