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„Zwei an einem Tag“ im Kino

Zwei an einem Tag

Der viel beschworene Zauber des Anfangs kann sich auch in einen Fluch verkehren, wenn er ein unerfüllbares Versprechen in die Welt setzt. So ergeht es dem intellektuellen Mauerblümchen Emma, als sie sich in der Nacht nach dem Uni-Examen auf eine Beinahe-Romanze mit dem Upperclass-Schönling Dexter einlässt. Er will nicht mehr sein als ein Freund und bleibt für sie über Jahre die große Liebe, bewundert, begehrt und irgendwann verachtet. Die Menschen und Moden ändern sich, doch jedes Jahr am 15. Juli kommt es zu einem Wiedersehen. Und eigentlich – das ist  die ganze Zeit ziemlich klar – sind die beiden füreinander bestimmt.
„Zwei an einem Tag“ ist die gelungene Verfilmung von David Nicholls Bestsellerroman und erzählt sein Drama der Verfehlung und Verspätung im Plauderton.
Die dänische Regisseurin Lone Scherfing, die schon in dem Sixties-Drama „An Education“ (2009) ihr Gespür für Zeitkolorit bewies, zelebriert mit sympathischen Hauptdarstellern und in liebevoller Detailversessenheit, wie sie vielleicht nur eine Außenstehende aufbringt, eine sehr britische Atmosphäre zwischen der Tradition Edinburghs und der Dynamik Londons.

Text: Stella Donata Haag

Foto: Giles Keyte / Universal

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Zwei an einem Tag“ im Kino in Berlin

Zwei an einem Tag (One Day), USA 2011; Regie: Lone Scherfig; Darsteller: Anne Hathaway (Emma Morley), Jim Sturgess (Dexter Mayhew), Patricia Clark­son (Alison Mayhew); 107 Minuten; FSK k.A.

Kinostart: 3. November

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