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„Zwischen Himmel und Eis“ im Kino

Als der künftige Polarforscher Claude Lorius 1956 zum ersten Mal in die Antarktis reist, ist er 23 und verliebt sich sofort in die weiße Weite. 1965 entdeckt er in den Luftblasen im Eis die Atmosphäre ihrer Entstehungszeit, und die Klimaforschung gewinnt an Auftrieb: Ob Waldbrand, Atomexplosion oder COІ-Ausstoß – alles hat Folgen. Doch während Lorius‘ Ruf als Glaziologe wächst, finden seine Warnungen vor der Erderwärmung wenig Resonanz.
Der französische Regisseur Luc Jacquet („Die Reise der Pinguine“) widmet Claude Lorius seine jüngste Doku „Zwischen Himmel und Eis“. Er besucht mit dem 82jährigen Forscher erneut die Antarktis, streut grobkörniges Archivmaterial zwischen gewaltige Naturbilder und überlässt in der deutschen Version Max Moor den Kommentar aus dem Off. Nebenbei erkundet er ein Kapitel Wissenschaftsgeschichte, das leider auch das Scheitern der Vernunft dokumentiert. Die Tragödie der Wissenschaft – hier in einer sehr bekömmlichen Version.    ?    


Text:
Cristina Moles Kaupp

Foto: Sarah Del Ben

Orte und Zeiten:
Zwischen Himmel und Eis

La glace et le ciel (OT) F 2015; R: Luc Jacquet; 89 Min.

Kinostart: Do, 26. November 2015

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