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„Zwischen Welten“ im Kino

Zwischen Welten

Was machen deutsche Truppen in Afghanistan? Was bedeutet ihr Einsatz für die Menschen vor Ort? Und was passiert, wenn sie das Land wieder verlassen? Fragen, denen Feo Aladag in ihrem an Originalschauplätzen gedrehten „Zwischen Welten“ nachgeht, indem sie die militärische Arbeit ins Zentrum rückt.
Eine Gruppe deutscher Soldaten soll in einem Außenposten in einem kleinen Dorf verbündete afghanische Milizen gegen den wachsenden Einfluss der Taliban in der Region unterstützen. Die ohnehin angespannte Lage kompliziert sich, weil der den Deutschen zur Seite gestellte junge Dolmetscher Tarik von Islamisten bedroht wird. Als Tarik seine Schwester aus der Stadt in den Außenposten holen will, um sie zu schützen, gerät der verantwortliche Hauptmann Jesper in einen unlösbaren Konflikt zwischen seinem Gewissen und seinen Befehlen.
Wie Aladags Debütfilm, der vielfach ausgezeichnete „Die Fremde“, ist auch „Zwischen Welten“, uraufgeführt bei der vergangenen Berlinale, ein filmischer Beitrag zu einer gesellschaftlichen Kontroverse. Und als solcher ist er zwar ein etwas modellhaft konstruierter, in jedem Fall aber ein gewinnbringender Denkanstoß.

Text: Alexandra Seitz

Foto: Majestic

tip-Bewertung: Sehenswert

Orte und Zeiten: „Zwischen Welten“ im Kino in Berlin

Zwischen Welten, ?Deutschland 2013; Regie: Feo Aladag; Darsteller: Ronald ?Zehrfeld (Jesper), Mohsin Ahmady (Tarik), Saida Barmaki (Nala); 103 Minuten; FSK k. A.

Kinostart: 27. März  

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