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Zwischenbilanz zum ersten Quartal: Frischer Wind aus Deutschland

Man kann ihn schon wieder förmlich hören: den Abgesang auf das Kino, den Medien nur allzu gern anstimmen und der durch einen flüchtigen Blick auf die Quartalsbilanz neue Nahrung erhalten könnte. 224,86 Mio. Euro wurden laut Rentrak EDI im laufenden Jahr bis 27. März umgesetzt; 26,25 Mio. weniger als zum selben Zeitpunkt 2010 – einem Jahr, dessen Resultate die Branche mit deutlichen Zuwächsen hinter sich lassen will. Der Vergleich lediglich der Auftaktquartale ist jedoch mit Vorsicht zu genießen: „Avatar“ hatte 2010 für einen extrem starken Auftakt gesorgt. Einen Auftakt, der auch die ersten Quartale 2008 und 2009 deklassierte – Letzteres insgesamt beinahe ein historisches Rekordjahr. Tatsächlich liegt man auch jetzt nach Umsatz vor diesen beiden Jahren.
Weniger erfreulich fällt die Besucherbilanz aus. Aktuell 30,78 Mio. verkaufte Tickets markieren den schwächsten Start im Vergleich mit den vorherigen drei Jahren, allerdings mangelte es 2011 bislang auch an US-Blockbusterstarts, die dafür ab dem zweiten Quartal in umso größerer Zahl anstehen.
Rundum positiv fällt zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls die Bilanz für den deutschen Film aus: Angeführt von „Kokowääh“ (Foto) mit über vier Mio. Besuchern errangen deutsche Produktionen einen Marktanteil von rund 25 Prozent, sowohl nach Besuchern als auch nach Umsatz. Dabei wird „Kokowääh“ seine Erfolgsgeschichte noch ausbauen, ebenso wie „Almanya – Willkommen in Deutschland“, der bereits über 500.000 Besucher ins Kino zog. Zu den deutschen Hits zählen unter anderem auch „Vorstadtkrokodile 3“, der mit über 750.000 Zuschauern beide Vorgänger hinter sich ließ, „Hexe Lilli – Die Reise nach Mandolan“ mit über 587.000 Besuchern sowie der 3D-Arthouse-Titel „Pina“, für den bereits über 288.000 Tickets gelöst wurden.

Quelle: Blickpunkt:Film

Foto: Warner Bros.

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