Konzerte & Party

50 Jahre Jazzfest Berlin

Benny Golson

Das Jazzfest Berlin gehört zu den ältesten Jazzfestivals in Europa. Seit 1964 reisen Musiker aus der ganzen Welt an, damals noch unter der Ägide des legendären Joachim-Ernst Berendt und mittlerweile kuratiert von dem Jazzjournalisten Bert Noglik. Miles Davis spielte hier mit seinem zweiten Quintett, Ornette Coleman und Charles Mingus gaben sich die Ehre und bis heute kommen Stars, Newcomer und Geheimtipps und feiern das oftmals totgesagte aber dabei, wie zum Trotz erstaunlich lebendige Genre. Naturgemäß wird zum Jubiläum zurückgeschaut, so steht das Programm unter den Vorzeichen eines Wechselspiels von Tradition und Avantgarde. Eric Dolphy, der vor 50 Jahren in Berlin starb wird eine zentrale Rolle spielen. An sein Werk erinnern unter anderem die Berliner Pianisten Alexander von Schlippenbach und Aki Takase. Zudem darf man sich auf einen Auftritt der Jazzlegende Benny Golson (Foto) freuen, der 85-jährige US-Saxophonist gehört zu den Vorreitern des Hardbop und musizierte u.a. mit Dizzy Gillespie, Lionel Hampton und John Coltrane. Weil Jazz und Politik schon immer in Relation zueinander standen, wird auch Martin Luther King gedacht, der 1964 ein Grußwort zum ersten Jazzfest nach Berlin schickte und der 25. Jahrestag des Mauerfalls wird mit einer Aufführung von wiederentdeckten Kurz-Opern von Ulrich Gumpert und Jochen Berg gewürdigt.

Das Jazzfest Berlin findet in diesem Jahr vom 30. Oktober bis 2. November statt. Mehr Informationen dazu finden Sie unter www.berlinerfestspiele.de 

Foto: Ed Newman

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