Konzerte & Party

Akua Naru in der Weißen Rose

Akura Naru

„If love would have a sound, this would be the sound …“, flüstert Akua Naru dem Hörer mit samtiger Stimme ins Ohr, die genauso einnehmend wie erotisch ist, und fragt neckisch „Do you like that?“ – der Track „How Does It Feel“ ist gesungene Poesie. Eine gelungene Beschreibung der körperlichen Anziehungskraft, die Naru raffiniert mit der Intensität von Musik vergleicht. Zum Abschluss des diesjährigen Crosskultur-Festivals, das sich rund um die Themen Heimat und Identität mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen der Einwanderung beschäftigt, kommt die Conscious-Rapperin nach Berlin. Mit ihrem Debütalbum „The Journey Aflame“ lieferte die gebürtige Amerikanerin 2011 eine reflektierte Platte ab, deren kritische Texte an keiner Stelle die Leichtigkeit der Melodien beschweren. Naru ist weit gereist, von Amerika über Asien nach Westafrika – die Spurensuche nach ihren eigenen Wurzeln treibt sie um, bevor sie sich 2006 der Liebe wegen in Köln niederlässt. Als Female- MC setzt sie sich mit der Stellung der Frau auseinander, huldigt in ihren Texten Lauryn Hill und andere HipHop-Damen, die das ansonsten eher von Männern dominierte Metier nachhaltig geprägt haben. Das musikalische Spektrum geht dabei von afrikanischen Rhythmen und HipHop-Beats über Jazz, Blues und Soul. Schnell hört man Akua Narus musikalische Einflüsse heraus, Talib Kweli und Mos Def etwa zählen zu ihren Vorbildern. Aber Naru verbindet deren Sound mit eigenen, frischen Elementen.

Text: Lea Brinkschulte

Akua Naru, ?Weiße Rose, Martin-Luther-Straße 77, ?Schöneberg, Fr 20.12., ab 20 Uhr, ?Eintritt frei

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