Konzerte & Party

Alberta Cross im Comet Club

Alberta Cross

Acht Jahre ist es her, dass Petter Ericson Stakee seine Band Alberta Cross gründete – eine vergleichsweise kurze Zeit für jemanden, der in seinen Songs nach Art eines alten Hasen das Streuner-Dasein, Absturz-Nächte und andere Rock’n’Roll-Mythen besingt. Geboren in Schweden als Sohn eines bluesbesessenen Troubadours zog es den heute 30-Jährigen, der mit Hut, Hippie-Schmuck und langem Blondhaar ein wenig so aussieht wie dem Musical „Hair“ entstiegen, bald nach London. Von dort ging es weiter nach New York, immer mit einem treuen Gefährten an der Seite: Stakee und der Bassist Terry Wolfers teilen ihre Musiksozialisation mit klassischem Britrock von The Verve und Oasis sowie eine Faszination für amerikanischen Folk- und Westcoast-Rock. Von der Wahlheimat Brooklyn und den vielen Musikern in den Parks und Clubs schwärmt Stakee innig. Das neue, zweite Album „Songs of Patience“ taucht die einst zu fünft angetretene Truppe in goldgetönte Zutaten wie Gospelchöre, Piano, Folk-Schrammelgitarren und eine Fülle großer Melodien. Das verkatert walzende „Magnolia“ etwa, eine Ode auf durchfeierte Nächte, klingt wie ein heimliches Prachtstück der „Urban Hymns“ von The Verve. Entstanden ist die Platte übrigens unter chaotischen Umständen innerhalb zweier Jahre, in denen Alberta Cross von fünf auf zwei Mitglieder schrumpfte, eine Reihe Produzenten verschliss und zwischendurch den Wohnsitz nach Los Angeles und wieder zurück nach New York verlegte. Ein bisschen wirr klingt die Wegroute zwar. Viel Hin und Her für zwei Jahre. Aber es ist wohl diese Unruhe, die der Band ihre drängende Energie verleiht.

Text: Ulrike Rechel

Alberta Cross, Comet Club, Di 14.8., 21 Uhr, VVK: 14 Euro

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