Konzerte & Party

Alela Diane im Babylon Mitte

Alele Diane

Wenn man über Alela Diane liest, stößt man auf eine Menge Vokabeln. Die Begriffe, die am häufigsten zur Beschreibung ihrer Musik auftauchen, sind „New Weird America“ und „Freak-Folk“. Da hat man natürlich gleich so seine Vorstellungen. Man erwartet eine Person, die aus dem Rahmen fällt, die wild, exzentrisch, gruselig oder sonst etwas ist. Im Lebenslauf von Alela Diane Menig, wie sie mit vollem Namen heißt, gibt es indes keine Auffälligkeiten – es sei denn, man hält es schon für spektakulär anders, wenn eine junge Frau eine Weile in Nevada City in einem Blockhaus gelebt und dort ihre ersten Songs geschrieben hat. Erste Auftritte kamen mit Unterstützung von Joanna Newsom zustande, der Galionsfigur des „New Weird America““. Dennoch: Hört man sich die Musik der heute 28-Jährigen an, entdeckt man einiges, aber sicher nichts, was übermäßig sonderbar vorkommen muss. Alela Diane hat eine angenehm natürliche Ausstrahlung und schreibt sehr gute Songs. Anfangs, auf ihrem gefeierten Debütalbum „The Pirate’s Gospel“, war alles noch sehr in spartanischem Folk verwurzelt. Inzwischen lässt sie sich von der Band Wild Divine begleiten. Die logische Folge ist, dass sich alles klarer, deutlicher und selbstbewusster anhört. Schon ist das einigen Kritikern nicht mehr „weird“ genug. Sie unterstellen Nähe zum Pop. Aber wie beschwichtigt Alela Diane so schön in einem ihrer neuen Songs? „At the end of the day, the song that I sing is the same.“

Text: Thomas Weiland

Alela Diane + Dylan Leblanc, Babylon Mitte, Do 5.5., 21 Uhr, VVK: 20 Euro

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