Konzerte & Party

Am Donnerstag: Corvus Corax in der Zitadelle Spandau

Corvus CoraxDer erste Weg beim Treffen mit Wim Venustus und Castus Rabensang, den beiden Gründungsmitgliedern von Corvus Corax, führt in die bandeigene Instrumentenwerkstatt, wo Venustus stolz seinen neuesten Dudelsack vorführt und begeistert von einer großen Trommel erzählt, zu der er durch den Auftritt von Corvus Corax in China inspiriert wurde. Die Band hat nicht nur Musik des Mittelalters für ein Rockpublikum zugänglich gemacht, sie sind auch Pioniere des mittelalterlichen Ins­trumentenbaus. Nach China führte sie das „Cantus Buranus“-Projekt, das der Multimediakünstler Gert Hof, der auch für Rammstein arbeitet, für die Band inszenierte. Das Monumentalwerk, das jetzt auch in der Zitadelle Spandau zur Aufführung kommt, zeigten Corvus Corax zuerst auf der Deutsch­land-Promenade in Guanzhou mit dem Chor und dem Orchester der Xinghai Musikhochschule.
Cantus Buranus“ basiert auf der mit­tel­alterlichen Liedersamm­lung „Car­mina Burana“ und wurde umbenannt, um einen Rechtsstreit mit den Erben von Carl Orff zu vermeiden, wie Wim Venustus im Gespräch erzählt. „In der Zitadelle werden das Bohemian Symphony Orchestra Prague und der Passionata Chor Nord und Ingeborg Schöpf, die Sopranistin der Staats­­operette Dresden, dabei sein“, so der Musiker weiter.
Es dürfte ein Happening der speziellen Art werden: Mönchskutten, Kardinalsroben und weitere mittelalterliche Kostüme, umflutet von blutrotem Licht, jeder Song als Einakter in Szene gesetzt von Gert Hof. Hier kommen Mit­tel­altermarktfans, schwarze Szenegänger und Klassikpublikum im Anzug zusammen. „Cantus Buranus“ ist das bisher ambitionier­tes­te Werk von Corvus Corax und wird live wohl ein musikalisches als auch ein visuelles Erlebnis werden.

Text: Karin Hoog

Foto:Sabine Wenzel (c) Pica Music

Corvus Corax, Zitadelle Spandau, Fr 28.8., 19.30 Uhr, VVK: ab 33,30 Euro

Tickets unter www.tip-berlin.de/tickets

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