Konzerte & Party

A$AP Mob in der Columbiahalle

A$AP Mob

Rudelbildung hat im HipHop Tradition. Der Wu-Tang Clan war in den 90er-Jahren der beste Beweis, dass das Kollektiv größer ist als die Summe seiner einzelnen Teile, wohingegen die Odd Future Wolf Gang nicht vom Hype um Tyler The Creator und Frank Ocean profitieren konnte. Der A$AP Mob aus Harlem gilt schon seit einer Weile als nächstes großes Ding. Eine schlagkräftige Truppe aus Rappern, Produzenten, Filmemachern und Designern, mit denen man vor allem aber einen Namen verbindet: den 26-jährigen A$AP Rocky, der im vergangenen Jahr mit „Long.Live.A$AP“ dem schon länger angekündigten Debüt des Mobs zuvorgekommen war. Nachdem A$AP Rocky bereits auf seiner Solo-Tour A$AP Ferg, A$AP Twelvyy, A$AP Nast, A$AP Ant und A$AP Ty Beats im Schlepptau hatte, steht dieses Mal der Teamgedanke noch stärker im Vordergrund. Bleibt zu hoffen, dass sich der selbst erklärte „Fashion Killa“ nicht wie bei seinem letzten Berlin-Auftritt wieder hinter seinen Homies versteckt. Denn momentan färbt A$AP Rockys Strahlkraft noch nicht überzeugend auf seine Mitstreiter ab. Es dürfte in jedem Fall voll werden, auf und vor der Bühne. Denn dem stilbewussten Mob verdankt der HipHop nicht nur das Ende der Baggy Pants. Auch produktionstechnisch – mit Anleihen bei Juke, Dub-step und Witch House – befindet sich die Hipster-Posse dank innovativen Bastlern wie Clams-Casino und Emile Haynie auf Augenhöhe mit der aktuellen Clubmusik.

Text: Andreas Busche

Foto: Phil Knott

A$AP Mob, Columbiahalle, Columbiadamm 13-21, Tempelhof, Sa 1.11., 20 Uhr, ?VVK: 42 Euro zzgl. Gebühr

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