Konzerte & Party

Baaba Maal im Kesselhaus

Baaba Maal

Sein neues Album beginnt mit dem sogenannten „Fulani Rock“. Baaba Maal spielt hier auf eine nomadische Volksgruppe im Norden des Senegal an, der er sich nach wie vor zugehörig fühlt. Seine Heimatstadt ist das staubige Podor und wird von 5.000 Menschen bewohnt. Maal, längst ein echter Star der afrikanischen Musik, hätte sich zwischenzeitlich auch Dakar, Paris, London oder New York als Wohnorte aussuchen können. Aber das kam für ihn nicht in Frage. „Für Nomaden ist es wichtig zu wissen, dass es  einen Ort gibt, an den sie immer wieder zurückkehren können, nicht zuletzt für Hochzeitsfeiern und Festivals. Und ich kehre zurück, damit ich meine Wurzeln verstehe und nicht vergesse“, betont er. Musikalisch gesehen gibt es für ihn einen Dreh- und Angelpunkt, den man schon auf dem akustischen und introvertierten Album „Djam Leelii“ aus dem Jahr 1989 heraushören konnte. Maal versteifte sich danach aber nie nur darauf. Unvergessen ist „Firin‘ In Fouta“ aus dem Jahr 1994 mit den Anspielungen auf Salsa und Ragga.
Das neue Werk „The Traveller“ hat er zusammen mit Johan Hugo produziert, der sich als Mitglied von The Very Best und Radioclit empfohlen hat und sehr gut mit der Yela-Musik Senegals, aber auch Folk, Jazz und Rock umgehen kann. Auf dem Cover zeigt sich Maal übrigens umgeben von Friedenstauben – damit man weiß, dass man auch in unruhigen Zeiten gut bei ihm aufgehoben ist.

Text: Thomas Weiland

Foto: (c) Island Trading / Rob O’Connor

Baaba Maal (+ Blick Bassy), Kesselhaus, Knaackstraße 97, Prenzlauer Berg, Mi 13.1., 20 Uhr, VVK: 30 Euro zzgl. Gebühr

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