Konzerte & Party

Bart Devenport im Privat Club

BartDavenportDieser kalifornische Songwriter erteilt gleich einem ganzen Genre eine Abfuhr: „I wasn’t born with the silver spoon“, singt Bart Davenport, „I wasn’t born to suffer.“ Und er spart in seiner Musik weder an Ba-ba-bas noch an Doo-Wop-Backing-Vocals, an Glockenspiel, Hammondorgel und funky Piano, nein, ein innerlich versunkener, die Weltlast schulternder Songpoet ist er nicht. Auch trägt er keinen Vollbart. Vielmehr lebt er einen Traum: die siebziger Jahre mit ihrem soulaffinen Softrock. Curtis Mayfield, Marvin Gaye, Fleetwood Mac, The Band, America, Harry Nilsson, James Taylor. Dazu gesellen sich Countrydetails und Bossa-Feeling, und fertig ist eine Leichtigkeit, der man ungestraft Aufmerksamkeit zollen kann, wird sie doch von exzellentem Songwriting getragen. Bart Davenport ist kein Imitator, kein Retro-Gefangener. Vielmehr setzt er zeitgemäß um, was ihm quasi in die Wiege gelegt wurde: Seine Mutter liebte britischen Folk, sein Vater war Bassist in einer Oakland-Bluesband. Seit vier Alben beweist er nun erfolgreich seine songschreiberische Eigenständigkeit, nachdem er zuvor Erfahrungen mit den Bands The Kinetics und The Loved Ones machte. Sein zweites Standbein ist das muntere Elektrofunktrio Honeydrop aus San Francisco, das eher zerbrechliche Perspektiven wie „The Day I Turned To Glass“ in zupackende HipHop-Loops für den Dancefloor übersetzen. Das ist modern im Stil von Gnarls Barkley, und der Einsatz für eine iMac-Werbung wurde 2007 die nahezu logische Konsequenz. Als Solokünstler steht jedoch seine Persönlichkeit im Mittelpunkt, und die trägt den West-Coast-Sonnenschein im Herzen.

Text: Christine Heise

(Fanveranstaltung)

Bart Davenport

Privat Club, Do 24.9., 21 Uhr, VVK: 8 Ђ

 

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