Konzerte & Party

Battles

Battles
Foto: Grant Cornett

Bei den Battles hatte man immer das Gefühl, die Band stecke in einem Topf, in dem alles kurz vor dem Überkochen steht.

Man erinnere sich nur an den Song „Atlas“, der von einem schnellen Glam-Rock-Beat angetrieben und dann von hysterischen Klangschüben aus den Keyboards in den Exzess getrieben wird. Oder an „Ice Cream“, diesem tropischen Trance-Koloss, der mithilfe von Gastsänger Matias Aguayo aufgebaut wurde.

„Während der Entstehung unseres zweiten Albums ‚Gloss Drop‘ waren wir ständig im Zweifel, ob wir alles zum Abschluss bringen können. Wir wollten immer ganz viel auf einmal machen. Von diesem Hyperstress mussten wir endlich mal weg“, sagt Bassist Dave Konopka. Die angenehme Folge ist, dass sich das neue, sehr lax betitelte Album „La Di Da Di“ weniger überdreht anhört. Die Battles haben auf Sänger von außen verzichtet und sich auf sich selbst und instrumentale Songs konzentriert, was sie ganz zu Beginn ihrer Zusammenarbeit schon einmal taten, als sie noch nicht beim englischen Label Warp unter Vertrag standen.

Und sie probierten Dinge aus, die es vorher noch nicht gegeben hat. Reggae-Sounds zum Beispiel. „Es gibt in der Band keine einzige Person, die sich auch nur ansatzweise für dieses Genre interessiert. Dennoch war es für uns eine Herausforderung, unser eigenes Gefühl von Reggae zu entwickeln und zu sehen, ob es etwas taugt.“ Der Erfolg kann sich sehen lassen. Die New Yorker haben sich erneut musikalischen Fortschritt erkämpft.

Text: Thomas Weiland

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