Konzerte & Party

The Besnard Lakes im Magnet

Besnard Lakes

Vor ein paar Jahren erlebte die Indie-Szene in Montreal ihren Miniboom, an dem Jace Lasek maßgeblich beteiligt war. Ihm gehören die Breakglass-Studios, in denen einige Protago­nis­ten der umgarnten Szene aufgenommen haben – Wolf Parade etwa oder Patrick Watson.
Pech nur für Lasek, dass man diese Leute gut kennt, seine eigene Band The Besnard Lakes aber nicht. Das dürfte sich nun ändern, denn mit dem dritten Album „Are The Roaring Night“ machen der Multiinstrumentalist und seine Frau Olga Goreas endlich Ernst. Wie immer baut sich bei ihnen eine Wand aus verzerrten Gitarren, dichten Key­boardschwaden, orchestralen Elementen und peitschenden Trommeln bedrohlich auf. Aber dann fräsen sich feinsinnige Harmonien nach Art der Beach Boys hinein und gibt der an Hope Sandoval erinnernde Gesang von Goreas sanft, aber bestimmt Kontra. Das resultierende Wechselspiel von lauten und leisen Passagen ist ein Garant für ein rauschhaftes Hörerlebnis.
Lasek glaubt, der Qualitätssprung habe damit zu tun, dass man ein altes Mischpult benutzt hat, das früher Led Zeppelin gehörte. Würde man es nicht besser wissen, könnte man tatsächlich denken, der Geist von Jimmy Page stecke noch in den Reglern. Ja, es gibt Gitarrensoli zu hören! Sie machen aus The Besnard Lakes eine Band von klassischem Rock-Zuschnitt, an der man nicht mehr vorbeikommt.

Text: Thomas Weiland

The Besnard Lakes, Magnet, So 11.4., 21 Uhr, VVK: 12 Euro

Mehr über Cookies erfahren