Konzerte & Party

Bigelf im White Trash

BigelfWer sich mal wieder danach sehnen sollte, durch das Kaninchenloch in ein neues Wunderland des postmodern- progressiven Hardrocks zu fallen, sollte sich dieses Date mit Bigelf definitiv vormerken. Kaum eine andere Band der jüngeren Zeit schafft es nämlich derart gekonnt und konsequent, aus einem kaleidoskopischen Füllhorn verquerer Versatzstücke die musikalischen Superlative der Spätsechziger und Siebziger zu einer eigenen, neuen Sound-Syntax zu stilisieren. Hier trifft nicht nur die schleppende Riffgewalt von Black Sabbath spielerisch auf die harmonische Leichtigkeit der Beatles, sondern es darf auch gerne mal David Bowie aus fernen Space-Sphären grüßen, während eines der verloren geglaubten fliegenden Pink-Floyd-Schweine am Shuttle-Fenster vorbeifliegt und das Bordradio ELO gefolgt von Queen spielt. Und das war nur der erste Song.
Mittlerweile hat es das 1991 in Los Angeles gestartete Querdenker-Quartett bereits auf drei Langspieler gebracht, wobei der jüngste „Cheat The Gallows“ so ziemlich die rockkulturelle Perfektion ihrer sezierenden Seventies-Superkraft-Fähigkeiten darstellt. Prog-Rock-Instanz und Dream-Theater-Schlagzeuger Mike Portnoy ist bereits bekennender und begeisterter Fan dieser absolut großen Wahnsinnigen, also bleibt nicht viel mehr, als einfach in Anlehnung an ein eröffnendes großes weißes Kaninchen mit den Worten zu schließen: Heute Abend besser nicht zu spät kommen.

Text: Danny Dubilski

Bigelf, White Trash, Di 2.2., 21 Uhr, VVK: 16 Euro

Tickets www.tip-berlin.de/tickets

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