Konzerte & Party

Bitterer Abgang

KnaackDer legendären Location in der Greifswalder Straße bleibt keine Zeit mehr für ein großes Jubiläum, nachdem Lärmbeschwerden von Anwohnern eines benachbarten Neubaus trotz zahlreicher Schallschutzmaßnahmen zur Schließung führten. Am Ende sorgte Betrieb auf Zimmerlautstärke dafür, dass das Partypublikum wegblieb. Viele tip-Leser waren entsetzt und meldeten sich auf unserer Facebook-Seite zu Wort:

– Ich könnte kotzen.

– Scheiß Westyuppies, haben ’nen Verein gegen Lärmbelästigung gegründet und kommen auch noch durch damit. Kotz. Der Knaack Klub ist auf jeden Fall älter als diese Idioten. Meine Eltern haben sich vor 35 Jahren dort kennen & lieben gelernt. Danke Ihr Armleuchter!!!

– Gefällt mir gar nicht, hab da coole Feste gefeiert, und Berlin hat wieder einen Kultclub weniger. Mein Beileid.

– Diese Bionade-Spießer werden es schaffen, dass all die Dinge, deretwegen sie ins ach so coole Berlin gezogen sind, nach und nach verschwinden werden, ein weiterer Grund, Prenzlberg in Zukunft zu meiden … damit haben wir mitten in Berlin ein kleines Ökospießer-Dorf. Na hurra…

– Wir brauchen schnellstens eine militante Gentrifizierungsdok­t­rin. Die Ära des liebevollen Umgangs sollte so langsam mal ein Ende finden. Prenzlberg wird mittlerweile zur No-Go-Area.

– Früher wurden noch Brände gelegt, um ungeliebte Mieter zu vertreiben. Heute genügt die Einquartierung einiger Schwaben.

– Schade! Dieser Klub war schon zu DDR-Zeiten der beste! Öko-Eltern verp*sst euch, keiner vermisst euch!

– Wenn man nicht aufpasst, wird es eines Tages Kreuzberg auch so gehen.

– Eins darf man trotzdem nicht vergessen…. BERLIN LEBT von Zugezogenen.

– Zugezogen und dann den großen MACKER rauslassen, weil die denken, sie können alles besser und haben das Geld. Wie mich das ANKOTZT…..

– Ob zugezogen oder nicht, hat man sich doch den Gegebenheiten anzupassen oder zumindest die Intelligenz, vorher zu entscheiden, ob man neben einem Club einzieht oder nicht, aber sich im Nachhinein darüber zu mokieren, dass es neben einem Club zu laut ist und man dort nicht die Wohnqualität hat, die man gern hätte, ist dreist, wenn nicht sogar unverschämt. Da bin ich dann, ob toleranter Mensch oder nicht, auch mit meiner Toleranz am Ende und fange an, mich zu wehren.

– Ja, die Macht des Geldes. No fun im Neureichen-Ghetto. Was kommt als Nächstes: Sprengung der Simon-Dach-Straße?

– Man überlegt es sich doch vorher, wo man hinzieht… ist eine Sauerei… Habe im Knaack-Club immer ’ne tolle Zeit gehabt… !!!

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