Konzerte & Party

Black Mountain im Festsaal Kreuzberg

Black Mountain

Für die Aufnahmen zum neuen Album „Wilderness Heart“ hatte sich die Band aus Vancouver unlängst in Seattle einquartiert, und zwar genau dort, wo schon Soundgarden, Pearl Jam oder Alice Chains zu Gast waren. Die Echos sind der Single „Old Fangs“ deutlich anzuhören. Black Mountain wären aber nicht Black Mountain, wenn sie darüber hinaus nicht noch mehr zu bieten hätten. In Los Angeles waren sie nämlich auch, genauer gesagt im Sunset Sound Recorders, wo sich früher die Beach Boys und die Doors die Klinke in die Hand gaben. Das dort entstandene Material klinge „frei und sommerlich“, wie die Band findet.
Der Rock der amerikanischen Westküste spielte bei Black Mountain schon immer eine große Rolle. Seit ihrem Debüt vor fünf Jahren denkt man bei ihnen an die Eruptionen von Blue Cheer, wegen des Doppelgesangs von Amber Webber und Stephen McBean auch an Jefferson Airplane. Abschweifungen gab es reichlich, etwa im lässigen Funk-Jam „Druganaut“ oder im siebzehnminütigen Prog-Monster „Bright Lights“. Etwas mehr Wagemut in dieser Art hätte man sich auch jetzt gewünscht, aber man muss es der Band auch mal gestatten, ein Album mit kompakten Songs zu probieren. Geblieben ist zum Glück der Verzicht auf Exaltiertheit.

Text: Thomas Weiland

Foto: Ryan Walter Wagner

Black Mountain, Festsaal Kreuzberg, Mo 27.9., 21 Uhr, VVK: 16?Euro

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