Konzerte & Party

The Black Seeds im Arena Glashaus

The Black Seeds

Auf den Gedanken, dass es in Neuseeland eine lebhafte Reggae-Szene gibt, wäre man bis vor ein paar Jahren nicht so ohne weiteres gekommen. Nachforschungen haben aber ergeben, dass die Bewohner des fernen Inselstaates schon länger vom Sound aus der Karibik begeistert sind – seit einem Auftritt von Bob Marley im Jahr 1979, um genau zu sein. Danach hat es eine Weile gedauert, ehe sich die neuseeländischen Bands vom Original lösen und einen eigenen Vibe kreieren konnten.
Welche Fortschritte man gemacht hat, zeigt das Beispiel der Black Seeds. Neben Fat Freddys Drop entwickeln sie sich mehr und mehr zum bedeutendsten Reggae-Export des Landes. Die Musik des Oktetts basiert auf klassischen Mustern der Marley-Schule, doch es tauchen auch Surf-Gitarren, Ska-Bläser, Salsa-Tupfer und elektronisches Beiwerk auf. Sänger Barnaby Weir ist zudem sehr an Melodien interessiert, die an seinen Landsmann Neil Finn von Crowded House erinnern. So kommt Pop ins Spiel.   
Im letzten Jahr haben The Black Seeds ihr erstes Live-Album überhaupt veröffentlicht, das als Überbrückung zum Nachfolger des letzten Studioalbums „Solid Ground“ gedacht ist. Man hat daheim in Wellington bereits begonnen, neue Ideen auf Grundlage von Jam-Sessions zu entwickeln.
Bevor es in die Endphase der Produktion geht, statten uns die acht Musiker aber freundlicherweise noch einen Sommerbesuch ab. Denn nichts bringt sie so richtig in Stimmung wie ein gutes Konzert in einer ihrer Lieblingsstädte.

Text: Thomas Weiland

The Black Seeds, Arena Glashaus, So 1.8., 21 Uhr, VVK: 20 Euro

Tickets www.tip-berlin.de/tickets

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