Konzerte & Party

Bob Mould im Bi Nuu

Bob Mould

Er war der Heißsporn, der zuerst mit Hüsker Dü und später mit seiner zweiten Band Sugar eine unwiderstehliche Mischung aus Hardcore, Noise und Pop kreierte, die nachfolgend vielen als Vorlage diente. Bob Mould war aber auch derjenige, der zu Beginn des neuen Jahrtausends mit seiner Vergangenheit abschloss und danach elektronische Musik produzierte und als DJ in Clubs auftrat. Diese Entscheidung hat viele irritiert. Aber nichts währt ewig. „Vor fünf Jahren hatte ich noch Schwierigkeiten, an Hüsker Dü überhaupt zu denken. Das Thema hat mich zu sehr belastet. Und ich bin davon ausgegangen, dass man sich weiterentwickeln und andere Dinge probieren muss. Aber das hat sich inzwischen gelegt“, betont er. Die Gründe für den Sinneswandel sind vielfältig. Vor drei Jahren erschien seine Autobiografie, Ende 2011 würdigten mehrere Kollegen, darunter Dave Grohl von Nirvana und Foo Fighters, das Werk Moulds auf einem großen Konzert in Los Angeles. Schließlich spielte der so Gepriesene bei vereinzelten Auftritten sein erstes Soloalbum „Workbook“ und das Sugar-Debüt „Copper Blue“ in Gänze. An diesen Geist schließt Mould mit seiner neuen Platte „Beauty & Ruin“ an. Explosive Rocksongs stehen Seite an Seite mit moderateren Stücken. Und es harmoniert so wie früher.

Text: Thomas Weiland

Foto: Kyle Dean Reinford

Bob Mould, Bi Nuu, U-Bhf. Schlesisches Tor, Kreuzberg, Do 6.11., 20 Uhr, VVK: 21 Euro zzgl. Gebühr

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