Konzerte & Party

Boots Electric im Lido

Boots Electric

Für Jesse Hughes wäre es nie und nimmer so gut gelaufen, wenn er auf der Schule nicht Bekanntschaft mit Josh Homme gemacht hätte. Der Großgewachsene hatte dem schmächtigen Hughes immer geholfen, als es Kloppe geben sollte. Später bezahlte der Sänger von Queens Of The Stone Age seinem Kumpel auch die Drogentherapie. Das war schon zu Zeiten, als die beiden unter dem Namen Eagles Of Death Metal gemeinsame Sache machten. Sinn und Zweck dieser Band war es vor allem, Hughes ans Dasein im Rampenlicht zu gewöhnen. Inzwischen fühlt der sich stark genug, die Party alleine zu schmeißen. Seine neue Band heißt Boots Electric und unterscheidet sich von den Eagles Of Death Metal vor allem stilistisch. Statt Boogie, Blues und Bourbon dreht sich dieses Mal alles um Disco, Glam-Rock, Pop. Der Spaßfaktor ist nach wie vor hoch, beeinträchtigt aber nicht die Qualität der Songs. Für das Album „Honkey Kong“ hat Hughes Helfer engagiert, die ihr Handwerk verstehen. Der wichtigste ist Money Mark, bestens bekannt als Keyboarder der Beastie Boys. Sein Einfluss ist in „Love You All The Thyme“ nicht zu überhören, daneben gefällt die New-Wave-Dance-Nummer „Boots Electric Theme“ mit Homme-Gattin Brody Dalle am Mikro. Und live ist Hughes eh immer für eine wilde Nummer gut.

Text: Thomas Weiland

Boots Electric, Lido, Di 13.9., 21 Uhr, VVK: 22 Euro

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