Pop-Legende

Brian Wilson im Admiralspalast

Wenn’s Paul sagt: Brian Wilson kann auch mit 76 nicht von den „Pet Sounds“ lassen

Foto: Universal Music

Das 1966 erschienene Album „Pet Sounds“ darf als eines der ganz großen der Pop-Geschichte bezeichnet werden. Es ist – man muss es kaum sagen – von den Beach Boys, und es gehört mit Stücken wie „Wouldn’t It Be Nice“ und „God Only Knows“ zu den vollkommensten Musikwerken des 20. Jahrhunderts. Gerecht wird man dem Album vielleicht mit einem Satz von Paul McCartney: „Ich glaube, niemand weiß wirklich was über Musik, ­solange er dieses Album nicht gehört hat.“ Das sagte also der Mann, der mit den Beatles damals die Erhabenheit von „Pet Sounds“ nicht auf sich sitzen lassen konnte und es für das im Folgejahr erschienene „Sgt. Pepper‘s Lonely Hearts Club Band“ als Ansporn und Einfluss zugleich sah.

Lange Jahre hat Brian Wilson, damaliger Mastermind der Beach Boys, „Pet Sounds“ nicht auf die Bühne gebracht. Nach psychischen Problemen, Medikamenten- und Kokainsucht schien er in den 70er- und 80er-Jahren dem Tod näher als dem Leben. Erst Mitte der 90er ging es aufwärts. Zum 50. Jubiläum von „Pet Sounds“, das mit seinen Chören, Musicalelementen und der reichen Instrumentierung den Pop erneuerte, tourte Wilson 2016 wieder. Diese Tour setzt der 76-Jährige nun fort, unter anderem hat er Ur-Beach-Boy Al Jardine und seinen Sohn Matt an den Gitarren dabei. Die Reaktionen und Kritiken auf die bisherigen Konzerte, bei denen Wilson auch weitere Beach-Boys-Hits spielte, reichten von hellauf begeistert bis ziemlich enttäuscht. Verpassen will man es trotzdem nicht.

Admiralspalast Friedrichstr. 101, Mitte, Do 16.8., 20 Uhr, VVK ab 58 € zzgl. Gebühren

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