Konzerte & Party

The Burning Hell im Berghain

The Burning Hell

Am Anfang waren The Burning Hell eine Band mit Hang zu traurigen Liedern. Es ging um dramatische Einschnitte, Lügen, finanzielle Engpässe und andere Dinge, die nicht angenehm sind. Richtig weit kamen die Kanadier damit nicht. Sie hatten unterschätzt, dass es genügend andere Songschreiber mit Hang zu Litaneien gibt. Bandleader Mathias Korn stellte daraufhin alles auf den Kopf. Er nahm sich den Witz eines Jonathan Richman zum Vorbild und erweiterte das Klangbild durch das ?Spiel der Ukulele, des Xylofons, eines Brumm?topfs, der Klarinette und des Saxofons. Schon machte die Musik von The Burning Hell einen ganz anderen, viel feierlicheren Eindruck. Außerdem erkannte Korn, dass er mehr auf Reisen gehen muss. Nach dem fünften Album „Flux Capacitor“ versuchte er sich in Europa gleich mal an einem Weltrekord. Im Sommer 2012 spielte er mit der Band zehn akustische 30-Minuten-Konzerte an einem einzigen Tag hintereinander in verschiedenen Städten, das erste in Aachen und das letzte in Slowenien. Etwa zur selben Zeit begannen die Aufnahmen in einem Berliner Studio, genauer gesagt in der Villa Qrella. Es entstand das Album „People“, auf dem es in jedem Song um eine andere Menschengruppe geht, nämlich um Erwachsene, Urlauber, Rap-Anfänger, Barbaren, Mauerblümchen oder Fabrikbesitzer. Man sollte sich anhören, was Korn zu dieser bunten Meute zu sagen hat. Und unbedingt den nötigen Humor mitbringen.

Text: Thomas Weiland

The Burning Hell, Berghain Kantine, Am Wriezener Bahnhof, Friedrichshain, ?Mi 10.9., 21 Uhr, VVK 12 Euro zzgl. Gebühr

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