Konzerte & Party

Caitlin Rose im Comet Club

Caitlin Rose

Sie ist, im Guten wie im Schlechten, familiär vorbelastet. Mutter Liz schreibt Songs für Taylor Swift, Vater Johnny spielt Mandoline, liebt den Südstaatenrock und raucht Kette. Nashville, so sagt die 23-jährige Caitlin Rose, ist cooler als sein Ruf, auch wenn die lokalen Bands seit dem Erfolg von Kings Of Leon nun alle meinen, man muss erst in England Erfolg haben, um auch daheim zu reüssieren. Caitlins Weg ist da durchaus ähnlich, hat sie ihre erste EP und auch das bejubelte Debütalbum „Own Side Now“ doch via London auf einem kleinen feinen Label veröffentlicht. „Sie nahmen über MySpace Kontakt mit mir auf, in den USA völlig ungewöhnlich, denn das nimmt dort keiner mehr ernst.“ Süß wie der Samstagabend-Whiskey und klar wie die Sonntagskirchglocke („The Guardian“) – so feiert man nun ihre Stimme, fühlt sich an Loretta Lynn und Patsy Cline erinnert, wird aber mit dem trockenen Ton einer jungen Frau von heute konfrontiert – frischer Country im besten Sinne seiner Tradition und doch ebenso vom Punk der Ramones und dem Charme der Girlgroups inspiriert. Man muss Country nicht lieben, um Caitlin Rose zu mögen, aber ihr Talent ist zu umwerfend und blitzt mit jedem Ton hervor.

Text: Christine Heise

Caitlin Rose, Comet Club, Mi 23.2., 21 Uhr, 15 Euro

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