Konzerte & Party

CANT im Magnet Club

CANT

Chris Taylor hat erfolgreiche Jahre als Produzent und Musiker hinter sich: Auf den feinstofflichen Pop, den er für Grizzly Bear austariert, konnte sich zuletzt selbst der Mainstream einigen. Zudem gelang ihm auf dem eigenen Label mit dem Debütalbum von Twin Shadow gleich ein viel beachteter Einstand. Jetzt gibt der New Yorker mit CANT sein Debüt als Songschreiber und Sänger. „Ich versuche mich an eigener Musik, seit ich 16 bin, aber ich hab sie nie fertig geschrieben“, erzählt er. Leichter fällt es dem studierten Tontechniker, sich als kreativer Geist für fremde Songs einzubringen. Bei CANT stand ihm nun Twin Shadows George Lewis Jr. zur Seite, mit dem erste Songskizzen entstanden. Das Album „Dreams Come True“ klingt dennoch nach einem intensiven Alleingang. Die ersten Stücke schlagen einen flackernd beleuchteten Glampop-Ton an mit Taylors weichem, soulgefärbten Gesang. Die Atmosphäre verdüstert sich bald samt grimmiger Industrial-Einwürfe, bis schließlich eine Art Trance erreicht ist mit sanfter Gesangsmelodie zu ruhigem Klavier. Inhaltlich seien die Songs „extrem düster“, so Taylor. „Die Platte bin im Grunde ich selbst und wie ich mich mit meinem Gefühlsstand auseinandersetze. Es sind persönliche Dinge, die ich in den letzten sieben Jahren, in denen ich ohne Unterlass gearbeitet und Musik gemacht habe, weggeschoben habe.“ Erstmals hat er es somit geschafft, eigene Songs auch zu Ende zu kriegen – „gewissermaßen mein größter Albtraum“, wie er lachend einräumt.

Text: Ulrike Rechel

CANT, Magnet Club, Mi 9.11., 20 Uhr, VVK: 19,50 Euro

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