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Indie-Pop

Chill but kinda sad: Sophie Allison alias Soccer Mommy spielt im Musik & Frieden

Soccer Mommy, 21, aus Tennessee schwört auf den Sound der frühen 90er
Indie-Pop Sophie Allison versteht es, Dinge auf den Punkt zu bringen

Shervin Foto

Mit der Kurzformel „Chill but kinda sad“ beschreibt die US-Musi­kerin ihren Sound auf der Plattform Bandcamp, wo sie vor vier Jahren unter dem Namen Soccer Mommy begann, LoFi-Homerecordings zu veröffentlichen. Zwar produziert die 21-Jährige ihre Stücke mittlerweile nicht mehr daheim und ist der Bandcamp-Nische entwachsen – ihre Musik aber ist mit diesen vier Worten, die ins Deutsche übertragen allen Zauber verlieren würden, immer noch gut beschrieben. So überzeugt sie auf ihrem ­ersten offiziellen Studioalbum „Clean“ (2018) mit zuckrigem Indiepop ohne überflüssigen Schnickschnack und mit melancholischen Untertönen.

Mal erklingt eine verzerrte ­Slackergitarre, mal eine akustische, Allisons Gesang erinnert an Frühneunziger-Grunge. Es überrascht nicht, wenn die in New York lebende Musi­kerin erklärt, neben Taylor Swift hätten Bands wie Sonic Youth und Slowdive sie geprägt. Denn schräge Elemente haben Platz in ihrer Musik, den Song „Cool“ lässt sie etwa entsprechend cool mit runtergestimmten Gitarren ausnudeln. Mit einem fein verdrehten Iggy-Pop-Zitat – „I don’t wanna be your fucking dog“ – beginnt ihr bislang größter Hit, der auch den Titel „Your Dog“ trägt und von einer nicht ganz glücklichen Beziehung handelt. Sowieso geht es auf „Clean“ viel um die Liebe, die niemals glücken will. Aber wen wundert’s, schließlich ist ihre Musik nicht nur chill, sondern auch kinda sad.

Musik & Frieden Falckensteinstr. 48, Kreuzberg, Do 23.5., 20.30 Uhr, VVK 15,80 €

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