Konzerte & Party

Chuckamuck im Rosi\s

Chuckamuck

Sie werden als die jüngere Ausgabe von den Black Lips gefeiert. Oder als die deutsche Ausgabe der Libertines. Manche sprechen auch von einer Dead Kennedys-Nachwuchsband. In jedem Fall werden sie von allen Seiten hochgelobt: die Berliner Band Chuckamuck und ihr Debütalbum „Wild for Adventure“. Für eine Newcomer-Band sind Chuckamuck ziemlich ungewöhnlich. Die vier Jungs sind zwar alle zwischen 20 und 22 Jahre alt, aber sie haben keine Britpop-Frisuren, tragen keine Indie-Lederjacken, und sie vollenden ihre Songs nicht mit New-Wave-Sounds aus dem Keyboard. Sie machen also nicht das, worauf alle gerade abfahren. „Powerpop und Kindercountry“ steht auf ihrer Myspace-Seite, Garagen-Rock machen sie, mit vielen deutschen und wenig englischsprachigen Texten. Alkohol und die Liebe sind die großen Themen ihrer Songs, was Anfang 20-Jährige eben so bewegt. „Eine besondere Botschaft habe ich nicht in meine Texte gepackt“, sagt Lorenz, der zusammen mit Oska die Lieder schreibt, und zuckt mit den Achseln, ein bisschen überrascht, dass jemand danach fragt. „Gut zu singen sollen sie sein und Spaß machen.“ Oska hat viele Songs über ein Mädchen geschrieben, seine erste Freundin, wie zum Beispiel „Eis am Stiel“, das erste Lied auf dem Album. Kaum eines ihrer Lieder auf „Wild for Adventure“ dauert länger als zweieinhalb Minuten. Und wie jede richtige Rockband spielen sie am liebsten live. Deshalb haben sie ihr Debütalbum auch live eingespielt, im Keller vom Ritter Butzke in nur drei Tagen. Eigentlich waren vier vorgesehen, aber der Schlagzeuger Jiles hat einen Termin komplett verschlafen. Das war letztes Jahr im April, dieses Jahr touren sie durch Deutschland, Hamburg, München, Frankfurt, Leipzig. Der Rummel, der gerade um sie gemacht wird, interessiert die vier Jungs nicht besonders. „Ich denke an unser nächstes Album„, sagt Oska. „Ich habe schon wieder viele neue Songs, die ich aufnehmen will.“ Und wahrscheinlich ist es das, was alle gerade so toll finden an den vier Jungs: Ihre Songs, ihre Texte und ihre Auftritte sind keine Masche. Chuckamuck wollen einfach ihre Musik machen, und sie tun das nicht, um damit groß rauszukommen.

Text: Katharina Wagner

Chuckamuck – Record Release Party, Rosi’s, So 24.4., 21 Uhr, VVK: 10 Euro, AK: 12 Euro, Party ab 1 Uhr

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