Leselust

Beats & Books 2022: Festival vereint Clubkultur und Literatur in Berlin

Geschichten über Berlins Clubs sind schon einige geschrieben worden. Mit dem Buch zum Rave gehen trotzdem die wenigsten. Bei „Beats & Books“ kommt nun zusammen, was auf den ersten Blick kaum passt. Vom 25. bis 28. April 2022 präsentieren 25 Berliner Verlage und zehn Berliner Clubs ein gemeinsames Festival.

„Beats & Books“: Gesellschaftsthemen, nicht nur um Clubkontext

Bei „Beats & Books“ gibt es Lesungen, Screenings und Performances, bei Gesprächen und auf der Tanzfläche wird bei freiem Eintritt der Neustart des Berliner Kultur- und Nachtlebens gefeiert. Das Musik- und Literaturfestival stellt eine Kooperation der Clubcommission Berlin und des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Landesverband Berlin-Brandenburg dar, die durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa ermöglicht wurde und gemeinsam mit dem Bücherfrühling Berlin-Brandenburg stattfindet.

Die Veranstaltungen beschäftigen sich sowohl auf musikalischer als auch literarischer Ebene mit vielschichtigen Gesellschaftsthemen von Rassismus und Machtstrukturen über das Leben in Berlin bis hin zu Pop- und Clubkultur. Vor dem Hintergrund des russischen Krieges gegen die Ukraine sind zwei Veranstaltungen der Ukraine gewidmet. Durch Auftritte ukrainischer Musiker:innen sowie Lesungen ukrainischer Autor:innen sollen sich diese Themenabende sowohl künstlerisch als auch inhaltlich mit der aktuellen Situation auseinandersetzen. 

Die Themen und Clubs bei „Beats & Books“:

25. April

  • Am Rande/На краю @ PANDAplatforma
  • Love & Hate: Writing in Berlin @ Ada Bar

26. April

  • Ein bunter Strauß gegen Rechts! @ Festsaal Kreuzberg
  • Toic! @ Schokoladen

27. April

  • Club/Culture/Community @ Alte Münze
  • Schönes Wetter @ Novilla
  • Hahnenkampf & Klassenkampf @ Villa Neukölln
  • This is not a Love Song @ Schwuz
  • Club. Perspektive. Vorstellungskraft. @ Revier Südost

28. April

  • #read_hear_feel_Ukraine @ Alte Münze
  • Über das Büchermachen @ Chausseestraße 131

Kultursenator: Clubszene und Literaturbetrieb traf Corona besonders

Klaus Lederer, Berlins Kultursenator, erklärt, die Berliner Clubszene wie auch der Literaturbetrieb „leben von persönlichen Begegnungen, vom Austausch zwischen Künstler:innen und Publikum und waren in den vergangenen zwei Jahren besonders stark von der Pandemie betroffen“. Die Kultur in Berlin kehre schrittweise zur Normalität zurück, das Festival zeige „beeindruckend, wie dieser Neubeginn aussehen kann: gemeinschaftlich, publikumsnah und mit einem starken Programm.”

Mehr Informationen und alle Line-ups und Uhrzeiten findet ihr hier.


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