Clubkultur

Bald wieder Bootsdemo für den Rave: Aufs Wasser gegen Tanzverbote

Mit einer Bootsdemo wollen Berliner Partyveranstalter:innen, Raver und Musikschaffende gegen das Tanzverbot und für den Erhalt der Berliner Clubkultur demonstrieren. 2020 hatte es für eine ähnliche Aktion eine Menge Kritik gegeben.

Mit einer Bootsdemo wollen Berliner Partyveranstalter:innen, Raver und Musikschaffende gegen das Tanzverbot und für den Erhalt der Berliner Clubkultur demonstrieren.
Gegen die Demo für Rave-Kultur hatte es letztes Jahr heftigen Protest gegeben. Foto: Imago/Travel Stock Image

Auf Booten gegen das Tanzverbot raven

Noch immer besteht Tanzverbot bei Veranstaltungen unter freiem Himmel, also auch für alle, die bei Musik in den Gärten der Clubs ein paar Drinks trinken. Bereits vergangene Woche hatte die Clubcommission gefordert, das Tanzverbot abzuschaffen und kritisiert, dass die Öffnungsschritte sich vor allem auf die sogenannte Hochkultur konzentrierten. Auch unsere Club-Autorin kritisierte, dass es für die Clubs, die nun am längsten geschlossen sind, keine speziell auf die abgestimmten Regelungen gibt.

Mehrere Veranstalter:innen und Musikschaffende, darunter auch den ehemaligen Initiatoren der Love Parade, sowie einige Raver wollen nun am 20. Juni mit einer Bootsdemo unter dem Motto „Alle in einem Boot die Zweite: Rave-o-lution! Denn nicht-Tanzen ist auch keine Lösung!“ gegen das Tanzverbot demonstrieren. Für das Tanzverbot gebe es keine wissenschaftliche Grundlage, außerdem gefährde es “den Fortbestand der einzigartigen elektronischen Tanzmusikkultur in Berlin”.

Abschlusskundgebung mit bis zu 2500 tanzenden Teilnehmer:innen im Treptower Park geplant

Die Demo soll mit einer Abschlusskundgebung, zu der die Veranstalter:innen bis zu 2500 Menschen erwarten, im Treptower Park enden. Neben Redebeiträgen sind auch DJ-Sets geplant. Die Idee: Dem Protest soll tanzend, aber unter Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen, Ausdruck verliehen werden. Wo und wann die Demo starten soll, wird noch bekanntgegeben.

Ob das Tanzverbot am 20. Juni überhaupt noch bestehen wird, ist unklar. Am Montag gab Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) Aussicht darauf, dass das Tanzverbot am 18. Juni fallen könnte. Bereits im Sommern 2020 hatte es eine Bootsdemo für den Erhalt der Clubkultur auf dem Landwehrkanal gegeben. Weil da die Hygienemaßnahmen nicht eingehalten wurden und die als Party auf dem Wasser anmutende Demo direkt vor dem Urban-Krankenhaus stattfand, in dem Covid19-Patient:innen gegen das Virus kämpften, hatte es heftige Kritik gegenüber den Veranstalter:innen und Teilnehmer:innen gegeben.


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