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Aus der Asche: Im Club Renate wird jetzt schon wieder gefeiert

Text: Leonie Kratz
Veröffentlicht am: 20.06.2025
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Der Eingangs- und Außenbereich vom Club Renate ist ausgebrannt – und doch lässt sich der Club nicht kleinkriegen. Trotz Brandschäden geht die Renate dieses Wochenende, auch rund um die Fête de la Musique, wieder mit Partys an den Start. Alle Infos hier.

Teile des Club Renate in Friedrichshain standen in Flammen. Doch die Party geht weiter. Foto: Imago/Emmanuele Contini

Brand im Club Renate: Teile vom Eingangs- und Außenbereich zerstört

Ein Schock für die Berliner Clubszene: In der Nacht vom 18. auf den 19. Juni stand der Eingangs- und Außenbereich vom Club Renate in Friedrichshain in Flammen. Wie eine Polizeisprecherin dem Tagesspiegel mitteilte, sollen Passanten gegen 2.14 Uhr den Brand bemerkt und die Feuerwehr alarmiert haben. Auch von einem Knallgeräusch, das Anwohner:innen vernahmen, ist die Rede. Mehr als 50 Einsatzkräfte eilten nach Alt-Stralau. Glücklicherweise befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes keine Personen im Gebäude, auch ein Übergreifen der Flammen auf den Innenbereich konnte verhindert werden. Niemand wurde verletzt.

Insbesondere der Eingangs- und Außenbereich vom Club Renate wurden von dem Feuer zerstört. Foto: Imago/Berlinfoto

Wie es zu dem Brand kam, ist bisher noch unklar. Das Brandkommissariat des Landeskriminalamts hat die Ermittlungen aufgenommen. Videos in den sozialen Medien dokumentieren die Größe des Brandes. Dort ist unter anderem zu sehen, wie die Feuerwehr mit Blaulicht anfährt, während Teile des Vordergartens des Clubgeländes in Flammen steht. Mehrere Stunden waren die Einsatzkräfte vor Ort. Bis ca. 5 Uhr morgens musste die Straße rund um den Club Renate gesperrt werden, wie eine Polizeisprecherin dem Tagesspiegel berichtet.

Als um 8.30 Uhr alle Löscharbeiten beendet wurden, ist erstmals das gesamte Ausmaß des Schadens zu sehen: Der Außenzaun ist genauso wie die Hütte im Außenbereich, dem „Renate Garten“, komplett abgebrannt. Die an den Garten angrenzende Hausfassade ist verrußt. Der Einlass wird ab sofort zum Gartentor an den Markgrafendamm verlegt. DJ-Pult, Bar und Technik sind unversehrt. Das Gebäude selbst, in dem der eigentliche Club betrieben wird, kam ebenso glimpflich davon. „Wir sind schockiert. Dieser Vorfall trifft uns direkt vor einem unserer größten Wochenenden im Jahr“, sagt Caitlin, Pressesprecherin vom Club Renate in einer Mitteilung.

Club Renate feiert trotz Schäden am Wochenende weiter

Doch obwohl die ersten Bilder zum Brand beunruhigend wirkten, kann erstmal aufgeatmet werden: „Wir sind erleichtert sagen zu können, dass die Lage weniger dramatisch ist, als es zunächst schien“, so Caitlin weiter. Nach Schadensbegutachtung und Rücksprache mit den Behörden öffnete der Friedrichshainer Club bereits am Abend des 19. Juni wieder. Auch am Wochenende wird die Renate Clubnacht mit den Acts Bella, Big Wett, Niki K., Síofra, Leon Licht und weiteren wie gewohnt fortgesetzt. Zum jährlichen Kultur-Highlight der Fête de la Musique (21. Juni) findet sowohl auf den Floors im Außen- als auch im Innenbereich ein Programm statt, bei dem unter anderem die Bierbabes, 365 fe*male MCs, Anna Logic, DJ Eivissa, Magdalena May und viele weitere Musik machen. „Wir möchten unser Glück feiern, dass wir entgegen aller Widrigkeiten wieder öffnen können“, so Caitlin weiter.

Der Club Renate in Friedrichshain muss noch dieses Jahr schließen. Grund dafür ist ein nicht verlängerter Mietvertrag. Foto: Imago/Maria Gänßler

Die Renate (früher Wilde Renate) befindet sich in einem ehemaligen Wohnhaus an der Elsenbrücke und ist seit 2007 ein fester Bestandteil im Nachtleben der Hauptstadt. Die Dancefloors des Clubs verteilen sich auf verwinkelten Etagen, in einzelnen Zimmern kann zwischen Sofas und Lampen getanzt werden und im Außenbereich werden im Sommer Partys gefeiert. Die Venue an der Spree ist in Berlin eine wahre Techno-Institution. Doch im vergangenen August verkündete der Club Renate sein Aus, nachdem der Mietvertrag mit dem Immobilienriesen Gijora Padovicz nicht verlängert wurde. Ein weiterer Verlust für die Szene, die ohnehin schon wegen Gentrifizierung, Inflation und unkontrollierbarer Mietpreise vor schwierigen Zeiten steht. Auch das Watergate hatte vergangenes Jahr wegen diverser Gründe schließen müssen. So lange die Renate jedoch noch da ist, wird sie auch kämpfen.


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