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Große Club-Studie: Clubcommission will wissen, was ihr vermisst

Die Clubcommission führt eine groß angelegte Studie durch, bei der die Teilnehmer:innen grundlegende Fragen zur Clubkultur beantworten sollen. Die Antworten will die Interessenvertretung der Clubs nutzen, um den Clubbesuch für alle angenehmer werden zu lassen.

Was muss passieren, damit sich die Menschen sicher in Clubs führen? Die Club Commission führt jetzt eine Studie dazu durch.
Auch das SchwuZ in Neukölln wird von der Clubcommission vertreten. Nun ist eine Studie gestartet, die klären soll, wann Menschen sich beim Feiern sicher fühlen. Foto: SchwuZ

Was schafft Sicherheit in Clubs: Awareness-Teams, Safer Use, Türpolitik?

Wie willkommen, wohl, sicher fühlen sich die Menschen, wenn sie in Berliner Clubs gehen? Warum gehen sie feiern? Welche Rollen spielen Drogen und Stressabbau? Welchen Stellenwert hat die Möglichkeit, Fetische auszuleben? Geben ihnen Awareness-Teams, Taschenkontrollen oder eine diverse Zusammensetzung des Personals Sicherheit? Antworten auf diese Fragen und noch viele mehr will die Berliner Interessenvertretung der Clubs, die Clubcommission, mit einer groß angelegten Studie finden, seit 28. Januar sind die Fragebögen online.

Die Studie richtet sich an alle Menschen, die Zeit in Berliner Clubs verbringen, von Gästen bis zu Mitarbeiter:innen, Berliner:innen bis Touris. Seit Anfang Dezember herrscht in Berliner Clubs wie schon den gesamten vergangenen Winter über Tanzverbot. Zwar dürfen die Clubs geöffnet bleiben, für die meisten allerdings rentiert sich ein Barbetrieb ohne Tanz und Party nicht.

Aufgeben wollen die Clubcommission und die Clubbetreiber:innen trotzdem nicht. “Wir nutzen die Zeit, um über Berliner Clubkultur nachzudenken, die so ein wichtiger Lebensinhalt für uns ist”, sagt die erste Vorsitzende der Organisation. “Mit der Berlin Club Survey wollen wir die Beteiligten zusammenzubringen und gemeinsam überlegen, was Clubs für uns bedeuten und wie wir sie uns nach der Pandemie vorstellen.”

Der Hin- und Rückweg wird oft zur Gefahr

Man wolle jetzt die Menschen zu Wort kommen lassen, die sich in der Clublandschaft bewegen, sagt Pressesprecher Lutz Leichsenring. Zwar zeugten die langen Taxi-Schlangen vor den Clubs davon, dass viele Besucher:innen zwar den Hin- und Rückweg mieden, sich in den Clubs selbst aber wohler fühlten. Dennoch wisse man, dass sich die verschiedenen Formen von Diskriminierung auch in Clubs überlagern. Was passieren muss, damit das besser wird, wolle man mit der Studie herausfinden.

Im Jahr 2019 hatte die Clubcommission schon einmal eine große Umfrage unter Clubgänger:innen durchgeführt. Darin war es unter anderem darum gegangen, wie sich das Publikum zusammensetzt, also wie alt die Gäste sind und ob sie in Berlin wohnen oder extra für den Clubbesuch angereist sind. Aber auch danach, ob sie Clubs als Kulturstätten auf einem Level mit zum Beispiel Theatern sehen, wurde gefragt.

Ihr wollt mitmachen bei der Berlin Club Survey? Hier könnt ihr teilnehmen.


Mehr Clubkultur in Berlin

Noch gibt es keine Partys in den Berliner Clubs, doch irgendwann ändert sich das auch wieder – schließlich ist Berlin Partymekka, allein in Friedrichshain gibt es wahrscheinlich mehr Clubs als in manch anderer Großstadt. Was das Nachtleben in Friedrichshain zu bieten hat, lest ihr hier. In Kreuzberg sind die Clubs ähnlich dicht gesät. Wir wissen, welche Clubs es in Kreuzberg gibt, von solchen in ehemaligen öffentlichen Toiletten bis zu denen mit Spree-Panorama. Wer glaubt, Berlins Partylandschaft sei jetzt divers, der hat noch nicht von den 1990ern gehört. Diese 12 Clubs gehörten zu den besten der 1990er-Jahre. Aktuelle Tipps und Entwicklungen gibt’s in unserer Club-Rubrik.

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