Konzerte & Party

Connan Mockasin im Frannz Club

Connan Mockasin

Die Zeit der Exzentriker ist im Pop noch lange nicht vorbei, das sieht man an Connan Hosford. Was er unter dem Namen Connan Mockasin produziert, findet man sonst nur selten. Den Grund dafür kennt sein Label-Boss Erol Alkan: „Er besitzt kaum Platten, verfügt dafür aber über eine sehr lebhafte Fantasie, um die ich ihn beneide.“ Sein erstes Album hat der Neuseeländer im Jahr 2010 auf Drängen seiner Mutter veröffentlicht. Und das, obwohl man im Titel „Please Don’t Turn Me Into A Snat“ ein sehr ungezogenes Wort für das weibliche Geschlechtsteil findet. Die Musik erinnerte wegen ihrer psychedelischen Spielereien an Donovan, Syd Barrett, Ariel Pink oder weniger zugängliche Momente von MGMT. Sie gefiel nicht nur Mama und Alkan. Radiohead luden Hosford ein, im Vorprogramm ihrer Tour durch den fünften Kontinent zu spielen. Für Charlotte Gainsbourg hat er den Song „Out Of Touch“ geschrieben, eine weiter gehende Zusammenarbeit gilt als abgemacht. Die Zahl der Interessenten wird durch das neue Album „Caramel“ bestimmt nicht schrumpfen. Aufgenommen hat Hosford es in einem Hotelzimmer in Tokio. Das muss wohl zu einer Zeit gewesen sein, als er sich über alle Maßen entspannt gefühlt hat. Der Rhythmus schleppt sich, die Stimme klingt jungenhaft und der Lustfaktor ist sehr hoch. Auf so etwas wäre vielleicht noch Prince gekommen – auf Beruhigungspillen. Hosford hat angedroht, nur noch ein weiteres Album als Connan Mockasin machen zu wollen. Das glaubt ihm zwar keiner, aber zur Sicherheit nimmt man den Konzerttermin jetzt besser wahr.

Text: Thomas Weiland

Connan Mockasin, ?Frannz Club, Sa 1.2., 21 Uhr, VVK 14 Euro ?zzgl. Gebühr

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