Konzerte & Party

Coogans Bluff im Bassy

Coogans Bluff

Am Anfang waren Fu Manchu und Kyuss. Jetzt sind da Willie Nelson, King Crimson und die Yardbirds. „Wir waren allmählich vom Stoner-Rock angeödet“, begründet Gitarrist Willi Paschen, warum seine Band sich inzwischen so anders anhört als zu Beginn ihrer Karriere. 2003 in Rostock gegründet und nach einem Eastwood-Film benannt, frönte das Quintett zunächst schweren Riffs und erspielte sich flugs einen ausgezeichneten Ruf. Seitdem haben sich Coogans Bluff in Berlin und Leipzig verstreut, gingen ihres Sängers verlustig und entdeckten im Gegenzug Saxophon und Posaune für sich. „Wir haben einfach andere Platten als früher gehört und dabei gemerkt, dass man Bläser nicht nur so wie im Ska einsetzen muss“, kommentiert Paschen das im Rückblick. Vor zwei Jahren erprobten Coogans Bluff diese Inspirationen schon einmal auf „Poncho Express“, einem funky Trip gen Spaghetti-Western-Land. „Gettin’ Dizzy“, das neue Album, kennt nun überhaupt keine Genregrenzen mehr: Hier und da schimmert er noch durch, der Wüstenrock früher Tage, ansonsten setzt es ein Potpourri aus Blues, Soul, Country und Prog. Dass sie „Gettin’ Dizzy“ in Eigenregie produzierten, habe ihnen geholfen, den Laden bei aller Experimentierfreude zusammenzuhalten, erzählt Paschen. „Wir hatten dadurch einfach mehr Zeit für das richtige Feeling.“ Den schon aus frühen Tagen gewohnten Kreativprozess habe man aber nicht umgeworfen. „Die Basics entstehen bei uns immer noch durch Jams im Proberaum“, auch das Equipment sei immer noch dasselbe. „Allerdings“, ergänzt der Gitarrist, „lassen wir jetzt öfter den Verzerrer aus.“

Text: Roy Fabian

Foto: ROTORFILM

Coogans Bluff, ?Bassy, Fr 7.3., 21 Uhr, VVK: 8 Euro zzgl. Gebühr

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